Antriebslosigkeit in der Corona Zeit

Keine Angst, ich werde jetzt keinen Beitrag über Corona schreiben, denn darüber gibt es genug zu lesen. Nein, ich schreibe von der miesen Begleiterscheinung, der Antriebslosigkeit, die mich persönlich in dieser Corona-Zeit so stört. Ich dachte oft in den letzten Tagen oder auch Wochen, wann wir endlich wieder unsere Familien treffen können. Ich vermisse sie, das Beisammensitzen, die Gespräche, die Freude, auch mit meinen Freunden. Die philosophischen Kaffeesessions, die blauen, gemütlichen Nächte und das frei wählbare «wo auch immer hin zu gehen». Vor Allem jetzt, wo doch schon bald der Sommer vor der Tür steht.

Staubsaugen. Das ist das eine Übel. Das sieht aus hier, das mag sich gar keiner vorstellen, der mich seit knapp 10 Jahren kennt. Krümel, die schon vor drei Tagen hier herumlagen, liegen noch immer hier herum, überall diese Haare, Einstreu, Steinchen, die sich von meinem Schuh gelöst haben und natürlich der Staub. Voll viel Staub.

Jeden Morgen nehme ich mir vor, nach dem Kaffee und der Zigarette, zu duschen und dann Staub zu saugen. Dann fällt mir aber das Chaos in der Küche auf, denn normalerweise ist da aufgeräumt, nur nicht in dieser Corona-Zeit. Was tue ich also? Ich gehe duschen und räume erst einmal die Küche auf. Widerwillig, denn ich weiss, dass man das eigentlich am Vorabend wegräumen müsste, um am nächsten Morgen keinen Anschiss zu kriegen. Nun, es folgt der zweite Kaffee und die zweite Zigarette. Ich schau mir die digitalen Medien durch, Post für Post, frühstücke und räume dann wieder die Küche auf, um kurze Zeit später das Mittagessen zu kochen. Ein toller Morgen war das! Ich hätte ja genügend zu tun, aber ich tu es nicht, weil mir diese Antriebslosigkeit im Nacken steckt. Was ist bloss los mit mir, frage ich mich. Warum komme ich nicht in die Gänge? Es heisst, man solle zu Hause bleiben. Tu ich und was passiert? Ich werde faul, fett und antriebslos.

Ich brauche im Moment echt viel Power, die Dinge zu tun, die ich tun muss. Ich schreibe sehr gerne, das hilft, zu den verschiedensten Tageszeiten und manchmal ziehe ich das Schreiben auch vor und denke mir dann ganz salopp, das kann ich ja später noch aufräumen. Das Chaos rennt ja nicht davon, nur die Zeit. Die vergeht wie im Flug. Doch mehr als drei Tage halte ich das nicht aus. Dann fängt das echt an zu stören und plötzlich kriege ich den Kick, die Wohnung wieder auf Vordermann zu bringen.

Wie sieht das eigentlich bei euch aus, in dieser Zeit? Habt ihr ebenso Mühe, so eine Antriebslosigkeit? Zuhause oder auf der Arbeit? Lasst mir doch einen Kommentar hier, würde mich echt darüber freuen 😊

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