Rassismus ist zum kotzen!

Hatten wir uns als Kinder früher je Gedanken darüber gemacht oder geurteilt, wer unser Gegenüber ist, mit dem wir spielten? Ich glaube nicht. Ich jedenfalls nicht. Im Gegenteil, das war doch das Interessante daran, wenn jemand von woanders kam.

Ich erinnere mich noch ganz genau, als ich zu meiner damaligen türkischen Freundin nach Hause durfte. Diese anders riechenden Düfte, die aus ihrer Küche kamen, war sehr faszinierend für mich. Ihre Mutter stand singend in der Küche und backte haufenweise Fladenbrote, die waren der Hammer, vor Allem, als sie noch warm waren. Wir durften so viel futtern wie wir wollten und das war ein unvergesslich tolles Erlebnis. Draussen zeigte mir meine Freundin ein Spiel, dazu brauchten wir nur kleine Kieselsteine. Wir hatten so viele schöne Momente zusammen und ich hätte diese türkische Familie nie verurteilen können, nur weil sie aus einem anderen Land kamen oder eine andere Hautfarbe hatten.  

Warum muss man die Menschen immer und immer wieder verurteilen? Auch diese Nachricht heute zum Beispiel, als der Nationalrat hier in der Schweiz für die Ehe der Gleichgeschlechtlichen zugestimmt hatte. Warum denn nicht? Was ist so verkehrt daran? Wer nahm sich überhaupt je das Recht, solche bescheuerten Gesetze ins Leben zu rufen? Warum dürfen sie nicht heiraten und Kinder kriegen? Wer sagt denn, dass sie nicht auch gute Eltern sind?

Nur weil es nicht als «Normal» gilt und der Mensch irgendwo Angst davor hat, muss man doch nicht auf solche Art und Weise reagieren. Man muss nicht morden, ausnutzen, versklaven oder jemanden wie der letzte Dreck behandeln, man sollte es akzeptieren.

Haben wir denn nicht schon genug Gewalt und Kriege auf dieser Welt? Kann man es nicht einfach mal sein lassen und auf der friedlichen Schiene fahren? Warum ist das Böse so stark? Das Gute hat genauso diese Kraft und es wäre eigentlich ganz einfach, doch das Schlechte ist halt noch einfacher. Wenn wir eine Welt wollen, in der es funktioniert, dann akzeptiert das Gegenüber. Behandelt die Menschen so, wie ihr auch gerne behandelt werden möchtet und nicht anders.

Meine Meinung mag hier nicht jedem Menschen gefallen, doch ich nehme mir diese Freiheit zu sagen, dass es echt langsam genug ist. Probleme zu erschaffen, wo es keine geben müsste, ist einfach nur bescheuert. Ausserdem macht man sich nur selbst das Leben schwer. Stress führt zur Krankheit und Krankheit kann zum Tode führen, also bitte…

…und noch etwas zum Schluss, wenn man sich rassistisch aufführt, dann nehme ich mal schwer an, dass man seine Finger auch von ausländischen Speisen und Köstlichkeiten lässt..

Hashtag: Meinungsfreiheit, Toleranz

Die Meersucht

Ich ertappe mich oft beim Träumen. Ständig bin ich in Gedanken ganz weit fort. Als mich einmal ein lieber Freund gefragt hatte, wann ich denn wieder zurück nach Indien komme, antwortete ich, dass ich ja schon lange dort bin. Gedanklich jedenfalls, nur mein Körper, der steckt hier noch irgendwie fest.

In der Schweiz geboren, mit Seen und vielen Bergen, aber eben mit keinem Meer. Ich bin im Sternzeichen Krebs, also Element Wasser. Vielleicht suche ich deswegen immer nach dem Meer und träume davon, barfuss, losgelöst im Sand herumzutapsen, die wunderschönen Sonnenuntergänge zu bestaunen oder einfach nur dem Rauschen des Meeres zuzuhören. Ich habe Sehnsucht, Meersucht nenne ich sowas.

In Indien war ich ständig an den Stränden, hatte den Wind in den Haaren, liebte diese frische Luft, es tat einfach gut. In meinen Träumen stelle ich mir oft vor, irgendwo am Strand mit meiner Tochter, eine kleine Hütte zu haben. Mit einer kleinen Veranda, auf der ich jeden Tag schreiben oder malen kann. Ein Hund, mit dem wir die Strände auf und ab spazieren können, herumtollen oder uns einfach an seiner Anwesenheit erfreuen. Heisst ja nicht umsonst, der Hund ist der beste Freund des Menschen 😉

Ich sehe uns dort, immer und immer wieder. Eine Vision, die eigentlich schon lange die Realität sein könnte, so oft wie sie in meinen Gedanken erscheint.

Das Beste ist aber, ich weiss schon immer, wir würden in Zukunft dort sein und mittlerweile ist es echt spannend, wie sich die Dinge im Leben, auch die Dinge der Vergangenheit, sich plötzlich für die Zukunft fügen. Wie Puzzle Teile, die man zu einem Bild zusammenzaubert.

Ich höre immer wieder von verschiedenen Menschen, die Probleme hatten im Leben. Sie wollten dieser Situation, diesem Lebensabschnitt entkommen. Sie wollten nicht mehr so weitermachen wie bisher und all diese Menschen erzählten mir immer dasselbe, wie sie es sich vorstellten.

Sie stellten sich die Lösung so bildlich in ihren Gedanken vor, dass sie das Gefühl hatten, sie seien schon in diesem neuen Lebensabschnitt. Wie ein Urvertrauen, dass Alles gut kommt. Es vergingen Monate, manchmal auch Jahre, doch wenn ich diese Menschen heute wieder antreffe, sehe ich, dass sie es geschafft haben. Durch ihre Visionen, ihre Kraft, etwas im Leben zu verändern. Allein diese Vorstellungskraft hat sie dazu getrieben, neue Schritte zu gehen, neue Wege und das beeindruckt mich immer wieder und lässt mir auch die Hoffnung, meine Ziele ebenfalls zu erreichen.

Irgendwann mal, mit meinem Urvertrauen, mit meinen Talenten, werde ich mir meinen Traum vom Meer verwirklichen und ich bin gespannt, wie lange dies wohl noch dauern wird. Doch alles was ich mache, wird nie vergebens sein. Überall finde ich wieder etwas Positives, das ich für mich nutzen kann, für mein Puzzle, dass mich weiterbringt, weiter zum eigentlichen Ziel.

So, sagt mal, ist es nicht so? Wie denkt ihr darüber, rede ich Stuss oder verbirgt sich im Bericht doch noch ein Fünkchen Wahrheit? Ich bin gespannt auf eure Ansichten zu den Visionen.

Und bitte nie die abgedrehte Senioren WG vergessen!

Da mache ich mir echt Gedanken darüber. Jetzt schon, ich weiss, mit meinen jungen 36 Jahren. Doch ihr seht ja, wie die Zeit vergeht.

Ich las irgendwann mal einen Artikel darüber, dass sich einige Senioren zusammentaten. In einem Haus mit Garten und die Idee fand ich einfach nur genial und sollte wirklich nicht in Vergessenheit geraten.

Viele Menschen sind im Alter einsam. Genau dann, wenn sie das Leben eigentlich noch voll geniessen könnten. Vielleicht haben sie ihren Partner verloren oder ihr geliebtes Haustier. Ich finde den Gedanken traurig, so ganz alleine zu sein, vor Allem dann, wenn man alt ist. Da wäre es doch perfekt, in eine Wohngemeinschaft aufs Land zu ziehen.

So male ich mir das jedenfalls aus. Irgendwo in eine Hütte ziehen, in der man zusammenleben könnte, mit viel Garten. Im Garten «könnten» die fettesten Partys stattfinden (wahrscheinlich werden die nicht mehr genauso fett werden, wie in jungen Jahren, aber trotzdem^^), man könnte am Lagerfeuer sitzen und dabei über das Leben philosophieren, Staffeleien platzieren, um zu malen, sich ein Schreibplätzchen schaffen, um Geschichten zu schreiben oder im Garten die Pflänzchen ziehen. Was für welche auch immer. Es soll bunt sein, mit vielen Blumen, Kräutern und mit viel Gemüse.

Jeder hätte seine Aufgaben in der WG, damit das Zusammensein harmonisch verläuft.

Es soll ja nicht nur für alleinstehende Senioren sein, vielleicht gibt es auch Pärchen in der WG, die ebenfalls gerne Gesellschaft hätten.

ALLES IST MÖGLICH!

Nun, man könnte sich gegenseitig unterstützen, wenn man irgendwann Mal nicht mehr so fit ist und so die Spitex-Kosten sparen.

Naja, solange bis es halt noch geht. Vielleicht eine Gemeinschaftskasse anlegen, für den Fall der Fälle, doch man sorgt hauptsächlich füreinander. Klar gibt es auch Krankheiten, die nicht so einfach zu händeln sind und man dann doch auf professionelle Hilfe angewiesen ist. Doch man konnte wenigstens bis dorthin mit tollen Menschen das Leben geniessen.

Realistisch und machbar oder eher unrealistisch? Wie denkt ihr darüber, könntet ihr euch das vorstellen oder überhaupt nicht? Wie findet ihr diese Idee? Ich bin gespannt auf eure Meinung, hinterlasst sie mir doch im Kommentarfeld 😊

Die Kinderbuch Magie

Mein erstes Kinderbuch entstand aus einer «Gute-Nacht-Geschichte», die ich auf Wunsch von meiner Tochter immer und immer wieder erzählen sollte. Entweder ihr allein oder ihrem Cousin oder ihren Freunden und so kam mir mit der Zeit der Gedanke, warum schreibe ich die Kindergeschichte nicht einfach auf und mache ein Buch daraus?

Ich packte mir also bei der nächstbesten Gelegenheit das Notizheft und machte mich auf den Weg in die Kneipe. Da fing ich an zu schreiben. Zu Hause tippte ich dann alles in meinem Computer ab und feilte an der ganzen Geschichte herum. Solange, bis sie sich für mich gut anhörte. Ich gab das Manuskript meinem ehemaligen Deutschlehrer, der die Geschichte korrigierte und sie mir danach wieder schmunzelnd zurückgab. Heute weiss ich, warum er geschmunzelt hatte, denn keine Ahnung, wie ich auf eine solche Geschichte kam. Ich saugte sie mir irgendwie aus den Fingern, weil es Kinder in unserem Umfeld gab, die andere Kinder immer wieder mal schlugen oder mobbten.

Der Böölimann halt, der eigentlich ein ganz lieber Kerl war und den man aber zum «bösen Mann» verurteilte, weil er nicht so war, wie ein 0815 Typ auf der Strasse. Der Part mit Böölimann’s Zehennägel brachte meinen Lehrer wahrscheinlich zum Schmunzeln, denn wer kommt schon auf solch verrückte Ideen…

Das tolle an den Kindergeschichten ist doch, dass man eine wichtige Lektion hübsch in einem Buch verpacken kann. Das die Kinder auf eine bildliche, schöne Art und Weise lernen können, was wichtig ist im Leben. Du kannst sie in eine farbige Welt führen, sie träumen lassen, damit glücklich machen oder auch nur trösten.

Ich schrieb ja meine zweite Kindergeschichte wegen meiner Tochter, die immer wieder mal traurig war, weil sie ihren Papa vermisste. Sie hatte zwar nie die Möglichkeit zu seiner Lebzeit ihn noch kennenzulernen, aber sie bekam mit, wie die anderen Kinder einen Vater hatten, der mit ihnen spielte und einfach Zeit verbrachte. Deswegen erfand ich die Regenbogenlibelle Snooky. Diese Geschichte sollte ihr Trost in ihren traurigen Zeiten bringen und was soll ich sagen, es funktionierte. Natürlich nur solange, bis sie älter wurde und auch nicht mehr an den Nikolaus, den Osterhasen oder an die Zahnfee glaubte.

Auch ich als Kind liebte Geschichten. Als ich älter wurde, las ich ganz viele Bücher, denn es war die Magie, die mich fesselte, wenn ich ein Buch in der Hand hielt. Ich war meistens wie gebannt in den Geschichten.

Von Anfang an waren Bücher für mich die wertvollsten Schätze. Auch die verschiedenen, einzigartigen Tage -und Notizbücher, in denen ich meine Phantasien walten lassen oder Tagträumereien und Gedichte schreiben konnte. Heute noch, vor Allem Notizbücher. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich wieder zu einem neuen, wunderschönen Exemplar komme. Ich besitze eine ganze Sammlung davon. Auch die Bücher, die ich bis heute gesammelt und gelesen habe, zieren unser Wohnzimmer. Natürlich habe ich noch lange nicht alle Bücher gelesen. Sie warten, sie laufen ja nicht davon und plötzlich, wenn ich wieder Lust habe zu lesen, schnappe ich mir eines aus unserem Regal. 😉

Ich habe wieder ein Kinderbuch geschrieben, das allerdings noch nicht veröffentlicht wurde. Ich möchte an den Bildern arbeiten, das heisst, wieder selbst zeichnen. Dieses Mal sollen die Zeichnungen aber um einiges besser werden, als bei meinen ersten zwei Kinderbüchern.

Ich dachte mir erst einen Illustrator zu suchen, aber so stimmt es für mich irgendwie doch wieder nicht, denn dann ist es ja nicht nur mein eigenes Werk.

Wie seht ihr das, was habt ihr für einen Bezug zu Kinderbüchern oder allgemein zu Büchern? Schreibt ihr selber auch, was waren eure Erfahrungen?

Der Tod, der ist gemein

Klar ist es das Normalste auf der Welt. Wir werden geboren, allein und werden wieder sterben, allein und zwischendurch versuchen wir, zu leben. Zu leben mit unseren Familien, Freunden, den Tieren, aber auch mit Arschlöchern, die versuchen, uns Steine in den Weg zu legen. Ist okay, denn auch diese Arschlöcher brauchtes, um dich in gewissen Dingen oder Lebensphasen zu stärken, damit du deine Lehre daraus ziehen und lernen kannst. Es passieren aber auch unheimlich schöne Dinge im Leben, die dich so richtig glücklich machen, die du mit den Menschen und Tieren teilen kannst, die dir nahestehen.

Ich meine, wenn du zum Beispiel einen Vater verlierst. Ich will es mir gar nicht erst vorstellen, wenn er, der sein Leben lang für dich gesorgt hatte, auf einmal nicht mehr da ist und eine grosse, traurige Leere hinterlässt. Auch in der Familie selbst. Es muss grausam sein. Für uns, nicht für den Vater, denn ich denke, der Tod selbst ist nichts, wovor man Angst haben muss. Ich denke oder male es mir so aus, dass es bloss einen Übergang ist, in eine andere Welt, die danach wieder zu unserer Welt führt, aber in ein anderes Leben.

Wir, die Hinterbliebenen, wir leiden. Wir vermissen ihn, wir trauern um ihn. Wir wissen nicht mehr, wo uns der Kopf steht. Vielleicht trinken wir, um einfach diesem Gefühl aus dem Weg zu gehen und ich muss sagen, ohne jemanden zum Trinken verleiten zu wollen, in dem Moment tut das vielleicht ganz gut. Vielleicht steht man unter Schock und reagiert kalt oder vielleicht denken wir in dem Moment, das ist bloss ein beschissener Traum, der viel zu lange anhält und dass man einfach nur noch aufwachen möchte. Man realisiert es vielleicht noch nicht, bis man dann tatsächlich aufwacht und dasitzt, mitten im Geschehen, wo aber alles um dich herum, nur noch tottraurig erscheint.

Der Tod, der ist gemein. Doch ich denke, diese Person, ob Vater, Mutter, Geschwister, Freunde oder Tier, wenn jemand von ihnen stirbt, dann war seine Zeit hier auf der Erde einfach um.

Behalte diese Person in Erinnerung, so wie sie war. Gönne dieser Person das voranschreiten, ins nächste Leben. Jeder von uns hat Ziele, die er erreichen will, in seinem Leben. Ich spreche nicht von Haus und Auto, nicht von den materiellen Dingen. Ich spreche von Zielen wie Werte, im Zwischenmenschlichen. Das, was deine Seele wachsen lässt. Diese Person hat sie erreicht. Sei stolz, diese Person gekannt zu haben, sei dankbar für die Zeit, die du mit ihr verbracht hast. Niemand wird dich ein Leben lang begleiten, jeder muss früher oder später gehen und vor Allem, leide nicht, denn stell dir vor, du bist tot, deine Seele verweilt noch ein Weilchen hier, bis du dich von deinen Lieben verabschiedet hast. Was denkst du, wie es dir wohl gehen wird, wenn du die Menschen siehst, die dir nahestanden und nur noch um dich trauern? Du siehst sie, aber kannst sie nicht mehr in die Arme nehmen? Das bricht dir das Herz.

Trauern ist gut, man muss die Gefühle herauslassen, aber nicht für ewig. Loslassen, gehenlassen und die traurigen Gedanken in gute Gedanken umwandeln. Vielleicht ist diese Person noch eine Weile mit dir, um dir beizustehen, auch wenn du sie nicht siehst, aber du spürst sie.

Diese verstorbene Person möchte wieder dein Lächeln sehen. Sie möchte wahrscheinlich auch sehen, dass du dir deine Träume im Leben verwirklichst, damit sie sorglos hinüberschreiten kann.

Falls ich einmal sterben werde, wünsche ich mir, dass ihr für einen Abend lang eine Waldhütte mietet, Chivas Regal oder einige Kasten Bier holt, etwas zu Essen und gute, alte Rockmusik. Ich will, dass ihr die Stones reinzieht, Jimmy Hendrix, the Doors, Janis Joplin, Muddy Waters, Bob Marley, Pink Floyd und all die anderen guten Bands. Ich will, dass ihr mich feiert und über all die verrückten Momente mit mir denkt und einfach miteinander Spass habt.

Vergiesst keine Tränen, denn ich bin eine, die viel im Leben erleben durfte. Doch ich hoffe natürlich, dass ich noch eine ganze Weile unter euch sein darf und vor Allem, mit meiner über alles geliebten Tochter 😊

Lächeln statt pöbeln, besonders während der Corona Zeit!

Ist euch schon mal aufgefallen, wenn ihr grimmig durch die Strassen schlendert, wie die Leute auf euch reagieren? Sie schauen, wenn überhaupt, genauso grimmig zurück oder wenden sich gar ab. Man reflektiert nämlich automatisch seine Stimmung auf sein Gegenüber. Wenn man hingegen lächelt, steckt man sein Gegenüber mit der guten Laune an. Müsst ihr mal ausprobieren und euch achten. An einem Tag lächelt ihr jeder Person die euch entgegenkommt mitten ins Gesicht und schaut, was dann passiert. Es ist unglaublich, was für Gefühle dabei entstehen können. Geschenkt, denn ein Lächeln und ein gutes Gefühl wird euch nichts kosten. «For free»! 😊

Ihr könnt es aber auch ausprobieren wie euer Gegenüber reagiert, wenn ihr grimmig durch die Weltgeschichte schlendert. Ihr werdet sehen, wie sich die Leute abwenden oder auch kaum getrauen, einen Blick zu euch zu riskieren. Doch macht das bitte keinen ganzen Tag lang, sowas kostet euch nur an Energie und zieht euch runter.

Ich finde es krass, wenn man morgens in einen Bus steigt und all die verpennten Fratzen sieht. Verpennt sein ist das eine, bin ich ja auch ab und an, aber diese «Ach, das kotzt mich an» Fratzen. Besonders hier, bei uns in der Schweiz. In Indien damals, als ich durch die Gassen zog, da lächelten sooo viele Menschen, sogar früh morgens! Sie pfiffen Lieder, sangen und lächelten.

Klar gibt es auch Tage, an denen einem nicht zum Lachen zumute ist, vielleicht durch einen Schicksalsschlag oder sonst irgendwelchen schlechten oder traurigen Nachrichten.

Doch, das Leben ist so viel schöner und einfacher, wenn man Lächeln verschenken kann.

Damals, ich ging noch zur Schule, fand ich meine Mission. Ich liebte es nämlich, den Menschen ein Lächeln in ihr Gesicht zu zaubern. Ich traf viele Menschen, auch auf den Strassen, an Bahnhöfen oder am See. Egal wo, wenn ich Menschen getroffen hatte, die entweder betrübt oder traurig aussahen, setzte ich mich zu ihnen hin, denn ich konnte es nicht ertragen, wenn jemand allein oder traurig war. Ich meine, wir wissen ja, wie grausam das Leben manchmal sein kann.

Als ich mich zu diesen Personen hinsetzte und fragte, was los ist, fingen sie an, zu erzählen und ich hörte ihnen dabei vorurteilslos zu. Ich mochte schon immer die echten Geschichten, denn nur die schreiben das Leben. Ich hörte zu und wir philosophierten danach so lange, bis ich dieser Person ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. Auch wenn es nur für einen winzig, kleinen Moment war, aber in diesem Moment, als beide von uns am Lächeln waren, entstand danach immer dieses supertolle Gefühl.

Manche Menschen traf ich auch täglich und war einfach mit einem offenen Ohr für sie da. Ich hatte kein Geld, aber ich habe die Fähigkeit, mich in Menschen hineinzuversetzen, zuzuhören oder einfach nur Mut zu machen. Some positive Vibes!

Was ich aber eigentlich sagen wollte mit diesem Bericht: Lachen statt pöbeln. Nämlich jetzt in dieser Zeit, mit diesem Corona Virus. Es fällt mir vermehrt auf und ich verstehe es ja, die Menschen haben Angst, aber einige Leute werden inzwischen etwas zu aggressiv. Egal ob die jüngere Generation gegenüber der älteren Generation oder auch umgekehrt. Ich sehe auch, wie gegen gewisse Gruppierungen geschossen wird, lauter negative Energie ist im Umlauf. Brauchen wir das wirklich? Stört es wirklich, wenn eine Harley draussen am schnurren ist oder ein älteres Ehepaar auf der Sitzbank im schönen Wetter sitzt? Hat uns sowas vorher auch gestört? Ja, der Abstand, der scheint nun nicht mehr so zu funktionieren wie anfangs vielleicht noch.

Man steckt jetzt halt in dieser aussergewöhnlichen Situation und muss sie eben nehmen, wie sie kommt. Doch wenn man so aggressiv reagiert, hilft es einem doch genau Nichts, im Gegenteil! Irgendwann wird das Ganze in einen Bürgerkrieg ausarten.

Warum versprüht man nicht einfach mal die positive Energie, das ist nämlich genauso einfach. Was kostet es einem, ein Ehepaar einfach die Sonne geniessen zu lassen, anstatt anzuspucken oder zu beleidigen oder auch die Harley Fahrer. Heyy, die Sonne scheint wieder und es wird wärmer! Ist doch klar, dass man vielleicht auf den Strassen «rumcruisen» will.

Wahrscheinlich gibt es nichts zu verharmlosen, aber mit all dieser negativen Energie sind wir doch noch viel «ansteckbarer» auf Alles was krank macht, als wenn es einem seelisch gut geht?

Luft braucht man einfach, ohne geht man ja ein.

Einfach ein bisschen mehr Respekt, jedem gegenüber, das wünschte ich mir, denn auch diese «beschissene» Zeit wird Mal zu Ende gehen.

Oder ist das Alles zu viel verlangt? Lasst mir doch einen Kommentar hier, wie ihr diese «Krise» im Moment empfindet, es würde mich wie immer sehr interessieren.

Sternenträumer

Ich könnte stundenlang unter der grossen Sternendecke hängen bleiben und einfach nur ins All starren. Meistens mache ich mir, bevor ich ins Bett gehe, noch einen Kaffee und setz mich dann draussen auf den Balkon.

Überall sind diese funkelnden Punkte am Nachthimmel. Wenn man sie lange genug fixiert, bekommt man das Gefühl, man hebt gleich ab. Nicht?

Irgendwie trippy..

Sie haben aber auch etwas sehr Beruhigendes an sich. Man fängt an zu träumen. Manchmal schwelgt man auch in Erinnerungen. Besonders ich, denn ich gehöre zu den nostalgischen Menschen, die gerne über dies und jenes philosophieren.

Meistens höre ich mir dabei Songs an und schreibe noch ein paar Zeilen ins Notizheft, mit einer Laterne vor mir auf dem Tisch, inmitten der Dunkelheit. Magisch. Meistens höre ich dabei Songs von Pink Floyd, den Stones oder Bob Dylan, kommt ganz auf die Stimmung an.

Sterne,

was würde ich ohne sie tun? Die gehören genauso in mein Leben wie der Mond und die Sonne. Der Mond in der Nacht, ein Begleiter. Mal sieht man ihn, mal nicht, doch da, ist er immer. Das ist wie mit guten Freunden, auch wenn man sie mal nicht sieht, weiss man, sie sind da.

Die Sonne ebenso, erwärmt die Erde, die Seele, den Körper und den Geist. Ich bin ein, im Juli geborenes, Sommersonnenkind. Könnte mir gar nicht vorstellen an einem Ort zu leben, wo die Sonne kaum scheint.

Ich bewundere Menschen auf eine Art, die lieber die Kälte spüren, denn ich bin genau das Gegenteil. Andererseits kann ich es wie nicht nachvollziehen, wie man auf Kälte stehen kann, denn ich reagiere allergisch auf kalte Temperaturen. So scheints jedenfalls, denn ich friere schnell, mich juckts auch schnell, wenn es kalt wird und ausserdem mag ich es nicht, wenn es tagelang nur grau und dunkel und wie schon gesagt, zu kalt ist. Da werde ich mit der Zeit depressiv.

Die einzige Dunkelheit die ich mag, ist die wundervolle Nacht, prallgefüllt mit ihren funkelnden Punkten.

Gibt es eigentlich noch andere Sternenträumer, ausser mir?

Ein kurzes Gedankenspiel, kein wirklicher Bericht. In diesem Sinne, gute Nacht 😊

Lustig, wie sich manche Türchen im Leben öffnen

Ist das Leben nicht spannend? Ich meine, manchmal geschehen unerwartete Dinge, die vielleicht gar nie passiert wären, wenn man dies oder das NICHT gemacht hätte.

Ich spreche von Dingen wie zum Beispiel das Zusammenkommen zweier Menschen. Was, wenn die Beiden an dem Tag als sie zusammengekommen sind, etwas anderes gemacht hätten? Sich nicht getroffen hätten? Wären sie trotzdem noch zusammengekommen?

Oder auch im Arbeitsleben. Vielleicht musste man über x mühsame Wege gehen. Man war vielleicht schon fast am Verzweifeln und dann kommt auf einmal der Tag, an dem man dieser einen Person begegnet und ihr erzählt, was man sucht. Die richtige Person, die einem die Chance bietet, da zu arbeiten, wo man schon immer arbeiten wollte.  

Es gibt so viele Beispiele, deren Wege mich auch in meinem Leben oft verblüfft haben. Das beste Beispiel war ja meine Tochter. Wäre ich damals, als mein Ex mich gefragt hatte ob ich mit ihm nach Indien komme, nicht mitgegangen und hätte ich mich danach nicht von ihm getrennt, so hätte ich auch nie den Vater meiner Tochter kennengelernt und somit wäre meine Tochter auch nie in mein Leben gekommen. Hätte ich damals nur etwas nicht gemacht, wie ich es damals auch tat, dann wäre alles anders gekommen. Zum Glück kam alles so, wie es kommen musste. Alles fand seinen richtigen Weg und das wird wohl auch so weitergehen. Mit Geduld und mit viel Spannung auf das weitere Leben.

Türen die sich öffnen, wo man es nie erwartet hätte. Ich merke, wenn ich mich zu Hause verschanze, logisch, passiert nicht viel. Gehe ich aber hinaus, vielleicht auf einen Spaziergang, zum Einkaufen, auf ein Konzert, auf Besuch oder in eine Bar, kann mir immer wieder was unglaublich tolles wiederfahren und mich bei irgendetwas vielleicht sogar weiterbringen.

Es ist vielleicht wirklich nur Schicksal. Du hast zwar die Möglichkeit, zu entscheiden. Zu entscheiden, welchen Weg du in deinem Leben gehen willst. Ich persönlich aber denke, es gibt immer zwei Wege, einen einfachen und einen schwierigen. Die Entscheidung, die du schlussendlich triffst, war wahrscheinlich schon lange vorbestimmt. Vielleicht triffst sie du ja intuitiv?

Türen öffnen sich, Türen schliessen sich und Türen öffnen sich, immer und immer wieder.

Das Leben ist wie ein Pfeil auf der Zielgeraden, immer in Bewegung.

Die Dinge verändern sich, andauernd. Nichts ist mehr so, wie es damals war.

Das erinnert mich übrigens an ein paar Menschen, die ich kennenlernen durfte, die schon vor ganz vielen Jahren in Indien waren. Sie erzählten mir, wie wundervoll Goa damals war und dass es, als ich 2006 unten war, leider nicht mehr das war, was es einmal war. Es hatte sich total verändert. Doch für mich waren es die schönsten Auslandserfahrungen, die ich in meinem Leben sammeln durfte, nur befürchte ich, dass es jetzt nach 10 Jahren, auch wieder etwas total anderes sein wird. Nicht mehr so, wie halt damals.

Trotz Allem denke ich, braucht es Veränderungen im Leben. Die Welt kann ja nicht stillstehen, welche Türen würden sich dann noch öffnen? 😊

Wo zum Teufel ist diese Toleranz hin? Mobbing und ihre Auswirkung

Diese Frage stelle ich mir oft, denn man braucht sich nur umzusehen. Egal ob im echten oder auch im virtuellen Leben.

Mobbing, fast überall wo man hinschaut und das fängt sogar schon in der Grundschule an.

Ein lebensfrohes Kind, das auf einmal tottraurig nach Hause kommt und sagt, dass es nicht mehr zur Schule gehen will. Hat es eine Brille auf, wird es als Streber bezeichnet, ausgelacht oder sogar fies angemacht. Egal was das Kind anzieht, es ist einfach nicht gut genug. Dann die vielen Probleme die keine Probleme sein müssten! Der Pulli zu grün, die Schuhe zu neu, die Frisur zu kurz, die Nase zu schief, die Ohren zu abstehend, der Name nicht passend, die Grösse zu klein und die schwarze Lederjacke zu cool.

Solche Momente prägen, egal ob jung oder alt.

Warum kann man nicht tolerant sein? Ist das nicht eines der wichtigsten Dinge, die Eltern ihren Kindern schon früh beibringen müssten?

Kinder untereinander können grausam sein. Eine kleine, wachsende Seele, die nur so vor Energie sprüht, wird zunichte gemacht. Einerseits sage ich mir, ein Kind, dass solche Strapazen, solch ein trauriges Leid schon sehr früh in seinem kurzen Leben kennenlernen musste, lässt sich später wohl, wenn es erwachsen ist, nicht mehr so leicht verarschen. Das Positive aus dem Negativen ziehen!

Das könnte doch jedem ganz einfach erspart bleiben, würde man sich nur gegenseitig tolerieren. Ohne diese Toleranz gäbe es doch nur noch Krieg -oder nicht? Haben wir davon nicht schon genug auf dieser Welt?

Ich finde es so schade, denn jeder Mensch ist einzigartig. Man sollte ihn so akzeptieren, wie er ist.

Was aber das Schlimmste ist und dieser Satz finde ich (Entschuldigung) einfach nur zum Kotzen: Kleider machen Leute. Nein, sage ich! Kleider machen eben keine Leute.

Warum sollte ein Mensch mehr Wert haben mit z.B. einer Markenkleidung? Dieser dämliche Satz ist schon so in unseren Köpfen verankert, dass ein Teil der Masse wirklich daran glaubt, dass dieser Satz einer Weisheit entspringt.

Der Mensch kann auch in hundsgewöhnlichen Klamotten das Herz am richtigen Fleck haben. Er kann genauso viel auf der Arbeit geben, wie jemand, der Markenklamotten anzieht. Jeder hat doch seinen individuellen Style. Jeder soll tragen dürfen, was er tragen möchte. Denn nur, wenn man sich wohlfühlt, kann man ganz sich selbst sein. Was ist denn daran verkehrt?

Dann, jeder Mensch ist anders, im Aussehen vom Körper her. Der Eine füllig, der Andere eher schmal. Ob die Nase nun kurz oder lang ist, schief oder flach gedrückt, kommt es wirklich darauf an, wie man aussieht?

Hat es nicht jeder Mensch verdient, so geliebt zu werden wie er ist? Man muss doch den Menschen selbst, kennenlernen, so wie er ist.

Genau das Gleiche mit: «Ach, das ist ein totaler Vollpfosten, mit dem würde ich mich nicht abgeben». Wenn man diese Person nicht kennt und man aber sowas über diese Person hört, sollte man nicht einfach über diese Person urteilen, nur weil der Andere ein Problem mit dieser Person hat -oder liege ich da falsch? Man muss sich doch selbst ein Urteil oder eine Meinung über eine Person bilden, indem man sie selbst kennenlernt.

Ich wünschte mir, dass es im Leben viel mehr Toleranz gäbe. Vielleicht bin ich auch nur ein Träumer, aber so sehe ich es. Wie sieht es denn bei Euch aus, was denkt ihr darüber?

Wenn kein Arzt jahrelang die Ursache deiner Beschwerden herausfindet

Ich litt über 13 Jahre lang an unerklärlichen Darmbeschwerden. Voll peinlich, aber naja..

Ich weiss nicht, wie oft ich meine Arbeit durch diese Probleme verloren hatte, denn irgendwann hörte ich auf zu zählen. Diese Probleme hinderten mich daran, pünktlich aus dem Haus zu kommen, um zur Arbeit zu gehen. Diese Beschwerden entzogen mir all mein Eisen und meine Energie im Körper und liessen mich aussehen, als hätte ich die ganze Nacht zuvor einen heftigen Exzess gefeiert.

Ich war müde und mich plagten Kopfschmerzen (manchmal 7 Tage lang am Stück) und ich zerkratzte mir meinen Körper durch diesen unerträglichen Juckreiz. Meine Blase spielte ebenfalls verrückt. Doch mein Darm machte mir am Meisten zu schaffen. Mein Darm, der sich mehrmals und tagtäglich verflüssigte, als würde man einen Eimer Wasser ins Klo schütten. Ich war meist wie stoned unterwegs, es war mir schwindlig und ich arbeitete bis zum körperlichen Zusammenbruch, da ich nie als Versager vor meiner kleinen Tochter oder meiner Familie dastehen wollte. Ich hatte schon das Gefühl, als würden alle Wetten über mich abschliessen, quasi: Wie lange hält sie wohl diesmal auf der neuen Stelle durch?

Über viele, viele Jahre nahm ich diese kleinen, stopfenden Schmelztabletten, ohne die ging nämlich gar nichts mehr, nur waren die halt extrem schädlich. Doch was tun, wenn dir kein Arzt helfen kann und man aber zur Arbeit muss? Leider halfen die Dinger auch nur eine Zeit lang, so dass ich dann halt öfters Mal zu spät zur Arbeit kam. Gerade ich, als überpünktlicher Mensch!

Irgendwann fing auch ich an zu zweifeln, ob ich mir das Alles nicht doch irgendwie selbst zufügte und ob meine Psyche vielleicht einen Knacks bekommen hätte, in all den Jahren. Es war buchstäblich zum verrückt werden!

Zum Glück hörte ich auf mein inneres Gefühl, denn das sagte mir immer wieder, dass es eine andere Ursache geben muss.

Ich war in den letzten 13 Jahren bei x verschiedenen Ärzten und keiner konnte mir helfen. Einige wollten mir ja noch nicht mal helfen, im Gegenteil! Sie stempelten mich ab, als wären die ganzen Beschwerden nur psychischer Natur und rieten mir, eine Therapie zu machen. Jedes Mal, wenn ich sagte, dass es für meine Beschwerden eine ganz andere Ursache geben muss, rollten sie zum Teil nur ihre Augen, als würde ich blossen Schwachsinn reden. Nicht alle Ärzte die ich hatte gaben gleich auf, sie standen vor einem grossen Rätsel, aber wenn die Ursache nicht herausgefunden wurde, wurde einfach nicht mehr weitergesucht. Ich musste ja damit leben, nicht die.

Verdammt, es ist doch mein Körper und wer kennt den wohl am besten?!

Plumpe Abfertigungen wie «ach, rauchen sie doch weniger» oder «trinken sie doch einfach mal weniger Kaffee» oder «vielleicht ist es besser, wenn sie auf Kur gehen, um ihre Psyche wieder auf Vordermann zu bringen. Sie können ja ihr Kind mitnehmen».

Ich musste mir einige Kuriositäten und Unverschämtheiten anhören, was ich als sehr beleidigend empfand. Ich kam mir vor wie der letzte Depp und in der Gesellschaft selbst, als wäre ich ein arbeitsfauler Simulant.

Ich wurde 13 Jahre lang gequält von Mords-Durchfällen und das jeden einzelnen Tag. Wenn man solch eine Plage wenigstens nur 1 Mal pro Tag hat, sage ich Shit happens, aber 13 Jahre lang täglich und das manchmal bis zu 7 Mal an einem Tag, sowas geht echt an die Substanz und ich sage euch, der Arsch brennt! Die Hilflosigkeit, die man fühlt. Man ist sich so sicher, dass die Beschwerden eine andere Ursache haben, aber kein Arzt glaubte daran oder machte sich auch nur die Mühe, danach zu suchen.

Ganz ehrlich, es war die Hölle. Alleinerziehend die ganze Zeit. Man ist Mutter und Vater in einem und man braucht einfach auch die Energie, ein Kind gross zu ziehen. Ich war manchmal so am Anschlag oder von Schmerzen gequält und zweifelte sogar schon daran, ob ich das wirklich alles ganz allein schaffen kann. Ich möchte nicht jammern, denn ob alleinerziehend oder nicht, es ist beides nicht ohne, aber wenn man dazu noch so viele körperliche Beschwerden hat, muss man schon ganz schön taff sein.

Ich nahm auch immer mehr Kilos zu, obwohl ich bei diesen Darmproblemen eigentlich schon lange einen Strich in der Landschaft hätte sein müssen. Auch hatte ich durch diese Beschwerden einen überdimensional grossen Bauch, als wäre ich im 8. Monat schwanger. By the way, ich wurde schon zweimal danach gefragt.

Irgendwann, nach langen 13 Jahren, hatte ich endlich die Chance, zu einer Heilpraktikerin zu gehen, um all meine Probleme zu schildern. (Ohne Zusatzversicherung ist das so gut wie unmöglich, doch ich hatte das Universum auf meiner Seite).

Ich hatte immer gewusst, innerlich, dass wenn mir Jemand helfen könnte, dann ist das bestimmt die Naturheilpraktik. Diese herzensgute Frau Heilpraktikerin hörte mir einfach Mal zu, nicht wie die meisten anderen und versicherte mir dann, die wahre Ursache meiner Beschwerden herauszufinden.

Man sah es ihr an, wie viel Freude ihr ihre Arbeit bereitete. Ich hatte gleich das Gefühl, dass sie das wirklich kann. Sie arbeitete zusammen mit der Schulmedizin, was ich eine sehr gelungene Mischung fand und siehe da. Wie ein Geschenk des Himmels! Als wäre ich wiedergeboren worden, ein neues Leben, fand sie heraus, was mir fehlte!

Ich habe zwar noch einen langen Weg vor mir, aber er wird besser und ich werde damit irgendwann auch wieder beschwerdefrei leben können. Ich merke nämlich jetzt schon die riesigen Fortschritte.

Was ich euch aber mit diesem Bericht eigentlich sagen möchte:

Hört auf eure innere Stimme. Lasst euch nicht einreden, dass ihr verrückt seid, nur weil gewisse Ärzte nicht fähig sind, etwas herausfinden. Bleibt stark und bleibt weiterhin dran, die wahre Ursache herauszufinden, auch wenn dabei Jahre vergehen. Gebt nicht auf. Ihr spürt, wenn etwas nicht stimmt, denn ihr kennt euch selbst am besten.