Die Meersucht

Ich ertappe mich oft beim Träumen. Ständig bin ich in Gedanken ganz weit fort. Als mich einmal ein lieber Freund gefragt hatte, wann ich denn wieder zurück nach Indien komme, antwortete ich, dass ich ja schon lange dort bin. Gedanklich jedenfalls, nur mein Körper, der steckt hier noch irgendwie fest.

In der Schweiz geboren, mit Seen und vielen Bergen, aber eben mit keinem Meer. Ich bin im Sternzeichen Krebs, also Element Wasser. Vielleicht suche ich deswegen immer nach dem Meer und träume davon, barfuss, losgelöst im Sand herumzutapsen, die wunderschönen Sonnenuntergänge zu bestaunen oder einfach nur dem Rauschen des Meeres zuzuhören. Ich habe Sehnsucht, Meersucht nenne ich sowas.

In Indien war ich ständig an den Stränden, hatte den Wind in den Haaren, liebte diese frische Luft, es tat einfach gut. In meinen Träumen stelle ich mir oft vor, irgendwo am Strand mit meiner Tochter, eine kleine Hütte zu haben. Mit einer kleinen Veranda, auf der ich jeden Tag schreiben oder malen kann. Ein Hund, mit dem wir die Strände auf und ab spazieren können, herumtollen oder uns einfach an seiner Anwesenheit erfreuen. Heisst ja nicht umsonst, der Hund ist der beste Freund des Menschen 😉

Ich sehe uns dort, immer und immer wieder. Eine Vision, die eigentlich schon lange die Realität sein könnte, so oft wie sie in meinen Gedanken erscheint.

Das Beste ist aber, ich weiss schon immer, wir würden in Zukunft dort sein und mittlerweile ist es echt spannend, wie sich die Dinge im Leben, auch die Dinge der Vergangenheit, sich plötzlich für die Zukunft fügen. Wie Puzzle Teile, die man zu einem Bild zusammenzaubert.

Ich höre immer wieder von verschiedenen Menschen, die Probleme hatten im Leben. Sie wollten dieser Situation, diesem Lebensabschnitt entkommen. Sie wollten nicht mehr so weitermachen wie bisher und all diese Menschen erzählten mir immer dasselbe, wie sie es sich vorstellten.

Sie stellten sich die Lösung so bildlich in ihren Gedanken vor, dass sie das Gefühl hatten, sie seien schon in diesem neuen Lebensabschnitt. Wie ein Urvertrauen, dass Alles gut kommt. Es vergingen Monate, manchmal auch Jahre, doch wenn ich diese Menschen heute wieder antreffe, sehe ich, dass sie es geschafft haben. Durch ihre Visionen, ihre Kraft, etwas im Leben zu verändern. Allein diese Vorstellungskraft hat sie dazu getrieben, neue Schritte zu gehen, neue Wege und das beeindruckt mich immer wieder und lässt mir auch die Hoffnung, meine Ziele ebenfalls zu erreichen.

Irgendwann mal, mit meinem Urvertrauen, mit meinen Talenten, werde ich mir meinen Traum vom Meer verwirklichen und ich bin gespannt, wie lange dies wohl noch dauern wird. Doch alles was ich mache, wird nie vergebens sein. Überall finde ich wieder etwas Positives, das ich für mich nutzen kann, für mein Puzzle, dass mich weiterbringt, weiter zum eigentlichen Ziel.

So, sagt mal, ist es nicht so? Wie denkt ihr darüber, rede ich Stuss oder verbirgt sich im Bericht doch noch ein Fünkchen Wahrheit? Ich bin gespannt auf eure Ansichten zu den Visionen.

Und bitte nie die abgedrehte Senioren WG vergessen!

Da mache ich mir echt schon Gedanken darüber. Jetzt schon, ich weiss, mit meinen jungen Jahren. Doch ihr seht ja, wie schnell die Zeit vergeht.

Ich las irgendwann mal einen Artikel darüber, dass sich einige Senioren zusammentaten. In einem Haus mit Garten und die Idee fand ich so genial, die sollte wirklich nicht in Vergessenheit geraten.

Viele Menschen sind im Alter einsam. Genau dann, wenn sie das Leben eigentlich noch voll geniessen könnten. Vielleicht haben sie ihren Partner verloren oder ihr geliebtes Haustier. Ich finde den Gedanken traurig, so ganz alleine zu sein, vor Allem dann, wenn Mann oder Frau alt ist. Da wäre es doch perfekt, in eine Wohngemeinschaft aufs Land zu ziehen.

So male ich mir die Zukunft im Rentenalter aus. Irgendwo in eine Hütte zu ziehen, in der man zusammen leben kann. Am Besten mit viel Garten. Im Garten «könnten» die fettesten Partys stattfinden (wahrscheinlich werden die nicht mehr genauso fett werden, wie in jungen Jahren, aber trotzdem^^), man könnte am Lagerfeuer sitzen und dabei über das Leben philosophieren, Staffeleien platzieren, um zu malen, sich ein Schreibplätzchen schaffen, um Geschichten zu schreiben oder im Garten die Pflänzchen ziehen. Was für welche auch immer. Es soll bunt sein, mit vielen Blumen, Kräutern und mit viel Gemüse.

Jeder hätte seine Aufgaben in der WG, damit das Zusammensein harmonisch verläuft.

Es soll ja nicht nur für alleinstehende Senioren sein, vielleicht gibt es auch Pärchen in der WG, die ebenfalls gerne Gesellschaft hätten.

ALLES IST MÖGLICH!

Nun, man könnte sich gegenseitig unterstützen, wenn man selbst nicht mehr so fit ist und sich so die Spitex-Kosten sparen.

Naja, solange bis es halt noch geht. Vielleicht eine Gemeinschaftskasse anlegen, für den Fall der Fälle, doch man sorgt hauptsächlich füreinander. Klar gibt es auch Krankheiten, die nicht so einfach zu händeln sind und man dann doch auf professionelle Hilfe angewiesen ist. Doch man könnte wenigstens bis dorthin mit tollen Menschen das Leben geniessen.

Realistisch und machbar oder eher unrealistisch? Wie denkt ihr darüber, könntet ihr euch das vorstellen oder überhaupt nicht? Wie findet ihr diese Idee? Ich bin gespannt auf eure Meinung, hinterlasst sie mir doch im Kommentarfeld 😊

Der Tod, der ist gemein

Klar ist es das Normalste auf der Welt. Wir werden geboren, allein und werden wieder sterben, allein und zwischendurch versuchen wir, zu leben. Zu leben mit unseren Familien, Freunden, den Tieren, aber auch mit Arschlöchern, die versuchen, uns Steine in den Weg zu legen. Ist okay, denn auch diese Arschlöcher braucht es, um dich in gewissen Dingen oder Lebensphasen zu lernen. Es passieren aber auch unheimlich schöne Dinge im Leben, die dich so richtig glücklich machen, die du mit den Menschen und den Tieren teilen kannst, die dir nahestehen.

Ich meine, wenn du zum Beispiel einen Vater verlierst. Ich will es mir gar nicht erst vorstellen, wenn er, der ein Leben lang für dich gesorgt hatte, auf einmal nicht mehr da ist und eine grosse, traurige Leere hinterlässt. Das muss grausam sein. Für uns, nicht für den Vater, denn ich denke, der Tod selbst ist nichts, wovor man Angst haben muss. Ich denke oder male es mir so aus, dass es bloss einen Übergang ist, in eine andere Welt, die danach wieder zu unserer Welt führt, aber in ein anderes Leben.

Wir, die Hinterbliebenen, wir leiden. Wir vermissen ihn, wir trauern um ihn. Wir wissen nicht mehr, wo uns der Kopf steht. Vielleicht trinken wir, um einfach diesem Gefühl aus dem Weg zu gehen und ich muss sagen, ohne jemanden zum Trinken verleiten zu wollen, in dem Moment tut das vielleicht ganz gut. Vielleicht steht man unter Schock und reagiert kalt oder vielleicht denken wir in dem Moment, das ist bloss ein beschissener Traum, der viel zu lange anhält und dass man einfach nur noch aufwachen möchte. Man realisiert es vielleicht noch nicht, bis man dann tatsächlich aufwacht und dasitzt, mitten im Geschehen, wo aber alles um dich herum nur noch tottraurig erscheint.

Der Tod, der ist gemein. Doch ich denke, diese Person, ob Vater, Mutter, Geschwister, Freunde oder Tier, wenn jemand von ihnen stirbt, dann war seine Zeit hier auf der Erde einfach rum.

Behalte diese Person in Erinnerung, so wie sie war. Gönne dieser Person das voranschreiten, ins nächste Leben. Jeder von uns hat Ziele, die er erreichen will im Leben. Ich spreche nicht von Haus und Auto, nicht von den materiellen Dingen. Ich spreche von Zielen wie Werte, im Zwischenmenschlichen. Von dem, was deine Seele wachsen lässt. Diese Person hat sie erreicht. Sei stolz diese Person gekannt zu haben, sei dankbar für die Zeit, die du mit ihr verbringen durftest. Niemand wird dich ein Leben lang begleiten. Jeder muss früher oder später gehen und vor Allem, leide nicht, denn stell dir vor du bist tot, deine Seele verweilt aber noch ein Weilchen hier auf dieser Erde, bis du dich von all deinen Lieben verabschieden kannst. Was denkst du, wie es dir wohl gehen wird, wenn du die Menschen siehst, die dir nahestanden und nur noch um dich trauern? Du siehst sie, aber du kannst sie nicht mehr in den Arm nehmen? Das bricht dir doch das Herz.

Trauern ist gut, man muss die Gefühle herauslassen, aber nicht für ewig. Loslassen, gehenlassen und die traurigen Gedanken in gute Gedanken umwandeln. Vielleicht ist diese Person noch eine Weile mit dir um dir beizustehen, auch wenn du sie nicht siehst, nur spürst.

Diese verstorbene Person möchte wieder dein Lächeln sehen. Sie möchte wahrscheinlich auch sehen, dass du dir deine Träume im Leben verwirklichst, damit sie sorglos hinüberschreiten kann.

Falls ich einmal sterben werde, wünsche ich mir, dass ihr für einen Abend lang eine Waldhütte mietet, Chivas Regal oder einige Kasten Bier holt, etwas zu Essen und gute, alte Rockmusik laufen lässt. Ich will, dass ihr die Stones reinzieht, Jimmy Hendrix, the Doors, Janis Joplin, Muddy Waters, Bob Marley, Pink Floyd und all die anderen guten Bands. Ich will, dass ihr mich feiert und über all die verrückten Momente mit mir denkt und einfach miteinander Spass habt.

Vergiesst keine Tränen, denn ich bin eine, die viel im Leben erleben durfte. Doch ich hoffe natürlich, dass ich noch eine ganze Weile unter euch sein darf und vor Allem, mit meiner über alles geliebten Tochter 😊

Lächeln statt pöbeln, besonders während der Corona Zeit!

Ist euch schon mal aufgefallen, wenn ihr grimmig durch die Strassen schlendert, wie die Leute auf euch reagieren? Sie schauen, wenn überhaupt, genauso grimmig zurück oder wenden sich gar ab. Man reflektiert nämlich automatisch seine Stimmung auf sein Gegenüber. Wenn man hingegen lächelt, steckt man sein Gegenüber mit der guten Laune an. Müsst ihr mal ausprobieren und euch achten. An einem Tag lächelt ihr jeder Person die euch entgegenkommt mitten ins Gesicht und schaut, was dann passiert. Es ist unglaublich, was für Gefühle dabei entstehen können. Geschenkt, denn ein Lächeln und ein gutes Gefühl wird euch nichts kosten. «For free»! 😊

Ihr könnt es aber auch ausprobieren wie euer Gegenüber reagiert, wenn ihr grimmig durch die Weltgeschichte schlendert. Ihr werdet sehen, wie sich die Leute abwenden oder auch kaum getrauen, einen Blick zu euch zu riskieren. Doch macht das bitte keinen ganzen Tag lang, sowas kostet euch nur an Energie und zieht euch herunter.

Ich finde es krass, wenn man morgens in einen Bus steigt und all die verpennten Fratzen sieht. Verpennt sein ist das eine, bin ich ja auch ab und zu, aber diese «Ach, das kotzt mich an» Fratzen. Besonders hier, bei uns in der Schweiz. In Indien damals, als ich durch die Gassen zog, da lächelten sooo viele Menschen, sogar früh morgens! Sie pfiffen Lieder, sangen und lächelten.

Klar gibt es auch Tage, an denen einem nicht zum Lachen zumute ist, vielleicht durch einen Schicksalsschlag oder sonst irgendwelchen schlechten oder traurigen Nachrichten.

Doch das Leben ist so viel schöner und einfacher, wenn man in die Welt lächeln kann.

Damals, ich ging noch zur Schule, fand ich meine Mission. Ich liebte es nämlich, den Menschen ein Lächeln in ihr Gesicht zu zaubern. Ich traf viele Menschen, auch auf den Strassen, an Bahnhöfen oder am See. Egal wo, wenn ich Menschen getroffen hatte, die entweder betrübt oder traurig aussahen, setzte ich mich zu ihnen hin, denn ich konnte es nicht ertragen, wenn jemand allein oder traurig war. Ich meine, wir wissen ja, wie grausam das Leben manchmal sein kann.

Als ich mich zu diesen Personen hinsetzte und fragte, was los ist, fingen sie an, zu erzählen und ich hörte ihnen dabei vorurteilslos zu. Ich mochte schon immer die echten Geschichten, denn nur die schreiben das Leben. Ich hörte zu und wir philosophierten danach so lange, bis ich dieser Person ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. Auch wenn es nur für einen winzig, kleinen Moment war, aber in diesem Moment, als beide von uns am Lächeln waren, entstand danach immer dieses supertolle Gefühl.

Manche Menschen traf ich auch täglich und war einfach mit einem offenen Ohr für sie da. Ich hatte kein Geld, aber ich habe die Fähigkeit, mich in Menschen hineinzuversetzen, zuzuhören oder einfach nur Mut zu machen. Some positive Vibes!

Was ich aber eigentlich sagen wollte mit diesem Bericht: Lachen statt pöbeln. Nämlich jetzt in dieser Zeit, mit diesem Corona Virus. Es fällt mir vermehrt auf und ich verstehe es ja, die Menschen haben Angst, aber einige Leute werden inzwischen etwas zu aggressiv. Egal ob die jüngere Generation gegenüber der älteren Generation oder auch umgekehrt. Ich sehe auch, wie gegen gewisse Gruppierungen geschossen wird, lauter negative Energie ist im Umlauf. Brauchen wir das wirklich? Stört es wirklich, wenn eine Harley draussen am schnurren ist oder ein älteres Ehepaar auf der Sitzbank im schönen Wetter sitzt? Hat uns sowas vorher auch gestört? Ja, der Abstand, der scheint nun nicht mehr so zu funktionieren wie anfangs vielleicht noch.

Man steckt jetzt halt in dieser aussergewöhnlichen Situation und muss sie eben nehmen, wie sie kommt. Doch wenn man so aggressiv reagiert, hilft es einem doch genau Nichts, im Gegenteil! Irgendwann wird das Ganze in einen Bürgerkrieg ausarten.

Warum versprüht man nicht einfach mal die positive Energie, das ist nämlich genauso einfach. Was kostet es einem, ein Ehepaar einfach die Sonne geniessen zu lassen, anstatt anzuspucken oder zu beleidigen oder auch die Harley Fahrer. Heyy, die Sonne scheint wieder und es wird wärmer! Ist doch klar, dass man vielleicht auf den Strassen «rumcruisen» will.

Wahrscheinlich gibt es nichts zu verharmlosen, aber mit all dieser negativen Energie sind wir doch noch viel «ansteckbarer» auf Alles was krank macht, als wenn es einem seelisch gut geht?

Luft braucht man einfach, ohne geht man ja ein.

Einfach ein bisschen mehr Respekt, jedem gegenüber, das wünschte ich mir, denn auch diese «beschissene» Zeit wird Mal zu Ende gehen.

Oder ist das Alles zu viel verlangt? Lasst mir doch einen Kommentar hier, wie ihr diese «Krise» im Moment empfindet, es würde mich wie immer sehr interessieren.

Sternenträumer

Ich könnte stundenlang unter der grossen Sternendecke hängen bleiben und einfach nur ins All starren. Meistens mache ich mir, bevor ich ins Bett gehe noch einen Kaffee und setze mich dann draussen auf den Balkon.

Überall sind diese funkelnden Punkte am Nachthimmel. Wenn man sie lange genug fixiert, bekommt man das Gefühl, man hebt gleich ab. Nicht?

Irgendwie trippy..

Sie haben aber auch etwas sehr Beruhigendes an sich. Man fängt an zu träumen. Manchmal schwelgt man auch in Erinnerungen. Besonders ich, denn ich gehöre zu den nostalgischen Menschen, die gerne über dies und jenes philosophieren.

Meistens höre ich mir dabei Songs an und schreibe noch ein paar Zeilen ins Notizheft, mit einer Laterne vor mir auf dem Tisch, inmitten der Dunkelheit. Magisch. Meistens höre ich dabei Songs von Pink Floyd, den Stones oder Bob Dylan, kommt ganz auf die Stimmung an.

Sterne,

was würde ich ohne sie tun? Sie gehören genauso in mein Leben wie der Mond und die warme Sonne. Der Mond in der Nacht, ein stiller Begleiter. Mal sieht man ihn, mal nicht, doch da ist er immer. Das ist wie mit guten Freunden, auch wenn man sie manchmal nicht sieht weiss man, sie sind da.

Die Sonne ebenso, sie erwärmt die Erde, die Seele, den Körper und den Geist. Ich bin ein, im Juli geborenes, Sommersonnenkind. Ich könnte mir gar nicht vorstellen an einem Ort zu leben, wo die Sonne kaum scheint.

Ich bewundere Menschen auf eine Art, die lieber die Kälte spüren, denn ich bin genau das Gegenteil. Andererseits kann ich es wie nicht nachvollziehen, wie man auf Kälte stehen kann, denn mein Körper reagiert allergisch auf kalte Temperaturen. So scheint es jedenfalls, denn ich friere schnell, mich juckt es auch immer, wenn es kalt wird und ausserdem mag ich es nicht, wenn es tagelang nur grau und dunkel ist. Da werde ich mit der Zeit depressiv.

Die einzige Dunkelheit die ich mag, ist die wundervolle Nacht am Himmel, prallgefüllt mit funkelnden Sternen.

Gibt es eigentlich noch andere Sternenträumer ausser mir?

Ein kurzes Gedankenspiel, kein wirklicher Bericht. In diesem Sinne, gute Nacht 😊

Lustig, wie sich manche Türchen im Leben öffnen

Ist das Leben nicht spannend? Ich meine, manchmal geschehen unerwartete Dinge, die vielleicht gar nie passiert wären, wenn man dies oder das NICHT gemacht hätte.

Ich spreche von Dingen wie zum Beispiel das Zusammenkommen zweier Menschen. Was, wenn die Beiden an dem Tag als sie zusammengekommen sind, etwas anderes gemacht hätten? Sich nicht getroffen hätten? Wären sie trotzdem noch zusammengekommen?

Oder auch im Arbeitsleben. Vielleicht musste man über x mühsame Wege gehen. Man war vielleicht schon fast am Verzweifeln und dann kommt auf einmal der Tag, an dem man dieser einen Person begegnet und ihr erzählt, was man sucht. Die richtige Person, die einem die Chance bietet, da zu arbeiten, wo man schon immer arbeiten wollte.  

Es gibt so viele Beispiele, deren Wege mich auch in meinem Leben oft verblüfft haben. Das beste Beispiel war ja meine Tochter. Wäre ich damals, als mein Ex mich gefragt hatte ob ich mit ihm nach Indien komme, nicht mitgegangen und hätte ich mich danach nicht von ihm getrennt, so hätte ich auch nie den Vater meiner Tochter kennengelernt und somit wäre meine Tochter auch nie in mein Leben gekommen. Hätte ich damals nur etwas nicht gemacht, wie ich es damals auch tat, dann wäre alles anders gekommen. Zum Glück kam alles so, wie es kommen musste. Alles fand seinen richtigen Weg und das wird wohl auch so weitergehen. Mit Geduld und mit viel Spannung auf das weitere Leben.

Türen die sich öffnen, wo man es nie erwartet hätte. Ich merke, wenn ich mich zu Hause verschanze, logisch, passiert nicht viel. Gehe ich aber hinaus, vielleicht auf einen Spaziergang, zum Einkaufen, auf ein Konzert, auf Besuch oder in eine Bar, kann mir immer wieder was unglaublich tolles wiederfahren und mich bei irgendetwas vielleicht sogar weiterbringen.

Es ist vielleicht wirklich nur Schicksal. Du hast zwar die Möglichkeit, zu entscheiden. Zu entscheiden, welchen Weg du in deinem Leben gehen willst. Ich persönlich aber denke, es gibt immer zwei Wege, einen einfachen und einen schwierigen. Die Entscheidung, die du schlussendlich triffst, war wahrscheinlich schon lange vorbestimmt. Vielleicht triffst sie du ja intuitiv?

Türen öffnen sich, Türen schliessen sich und Türen öffnen sich, immer und immer wieder.

Das Leben ist wie ein Pfeil auf der Zielgeraden, immer in Bewegung.

Die Dinge verändern sich, andauernd. Nichts ist mehr so, wie es damals war.

Das erinnert mich übrigens an ein paar Menschen die ich kennenlernen durfte, die schon vor ganz vielen Jahren in Indien waren. Sie erzählten mir, wie wundervoll Goa damals war und dass es, als ich 2006 in Indien war, leider nicht mehr das war, was es einmal war. Es hatte sich total verändert. Doch für mich waren es die schönsten Auslandserfahrungen die ich in meinem Leben sammeln durfte, nur befürchte ich, dass es jetzt nach 10 Jahren, auch wieder etwas total anderes sein wird. Nicht mehr so, wie halt damals.

Trotz Allem denke ich, braucht es Veränderungen im Leben. Die Welt kann ja nicht stillstehen, welche Türen würden sich dann noch öffnen? 😊

Wo zum Teufel ist die Toleranz hin? Mobbing und ihre Auswirkung..

Diese Frage stelle ich mir oft, denn man braucht sich nur umzusehen. Egal ob im echten oder auch im virtuellen Leben.

Mobbing, fast überall wo man hinschaut und das fängt sogar schon in der Grundschule an.

Ein lebensfrohes Kind, das auf einmal tottraurig nach Hause kommt und sagt, dass es nicht mehr zur Schule gehen will. Hat es eine Brille auf, wird es als Streber bezeichnet, ausgelacht oder sogar fies angemacht. Egal wie sich das Kind anzieht, es ist einfach nie gut genug. Dann die vielen Probleme die keine Probleme sein müssten! Der Pulli zu grün, die Schuhe zu neu, die Frisur zu kurz, die Nase zu schief, die Ohren zu abstehend, der Name nicht passend, die Grösse zu klein und die schwarze Lederjacke zu cool.

Solche Momente prägen, egal ob jung oder alt.

Warum kann man nicht tolerant sein? Ist das nicht eines der wichtigsten Dinge, die Eltern ihren Kindern schon früh beibringen müssten?

Kinder untereinander können grausam sein. Eine kleine, wachsende Seele, die nur so vor Energie sprüht, wird zunichte gemacht. Einerseits sage ich mir, ein Kind, dass solche Strapazen, solch ein trauriges Leid schon sehr früh in seinem kurzen Leben kennenlernen musste, lässt sich später wohl wenn es erwachsen ist, nicht mehr so leicht verarschen. Das Positive aus dem Negativen ziehen!

Das könnte doch jedem ganz einfach erspart bleiben, würde man sich nur gegenseitig etwas mehr tolerieren. Ohne Toleranz gäbe es doch nur noch Kriege -oder nicht (?) und haben wir davon nicht schon genug auf dieser Welt?

Ich finde es so schade, denn jeder Mensch ist einzigartig. Man sollte ihn so akzeptieren, wie er ist.

Was aber das Schlimmste ist und dieser Satz finde ich (Entschuldigung!) einfach nur zum Kotzen: Kleider machen Leute. Nein, sage ich! Kleider machen eben keine Leute.

Warum sollte ein Mensch mehr Wert haben mit z.B. einer Markenkleidung? Dieser dämliche Satz ist schon so in unseren Köpfen verankert, dass ein Teil der Masse wirklich daran glaubt, dass dieser Satz einer Weisheit entspringt.

Der Mensch kann auch in hundsgewöhnlichen Klamotten das Herz am richtigen Fleck haben. Er kann genauso viel auf der Arbeit geben, wie jemand, der Markenklamotten anzieht. Jeder hat doch seinen individuellen Style. Jeder soll doch tragen dürfen, was er tragen möchte. Denn nur wenn man sich wohlfühlt, kann man ganz sich selbst sein. Was ist daran eigentlich verkehrt?

Dann, jeder Mensch ist anders, vom Aussehen vom Körper her. Der Eine füllig, der Andere eher schmal. Ob die Nase nun kurz oder lang ist, schief oder flach gedrückt, kommt es wirklich darauf an, wie man aussieht?

Hat es nicht jeder Mensch verdient, so geliebt zu werden wie er ist? Man muss doch den Menschen selbst kennenlernen, so wie er ist.

Genau das Gleiche mit: «Ach, das ist ein totaler Vollpfosten, mit dem würde ich mich nicht abgeben». Wenn man diese Person nicht kennt und man aber sowas über diese Person hört, sollte man nicht einfach über diese Person urteilen, nur weil der Andere ein Problem mit dieser Person hat -oder liege ich da falsch? Man muss sich doch selbst ein Urteil oder eine Meinung über eine Person bilden, indem man sie selbst kennenlernt.

Ich wünschte mir, dass es im Leben viel mehr Toleranz gäbe. Vielleicht bin ich auch nur ein Träumer, aber so sehe ich das. Wie sieht es denn bei Euch aus, was denkt ihr darüber?

Corona und die Welt zeigt ihr wahres Gesicht

Ich hatte ja in einem vergangenen Post darübergeschrieben, dass ich keinen Bericht über Corona schreiben werde, da die Medien eh voll davon sind. Nun, ich kann jetzt auch nicht mehr auf meinem Maul sitzen.

Ich kenne mich zwar mit all diesen Statistiken nicht aus, aber ich beobachte, wie sich die Menschen wegen diesem Virus verändern. Sie feinden sich sogar auf der Strasse an. Der Abstand wird kaum eingehalten (respektiert) und einigen Menschen passt das verständlicherweise ganz und gar nicht. Durch diese grosse Angst die momentan herrscht in dieser Gesellschaft, könnte man meinen, dass der nächste Krieg schon bald im Anmarsch ist, auch wenn «nur» unter uns Bürgern.

Ich sehe aber auch speziell in dieser Zeit, wie egoistisch gewisse Menschen sein können. Das beste Beispiel dafür sind die Hamsterkäufe. Es gibt Menschen, die sich überhaupt keine Gedanken um ihre Mitmenschen machen. Da wird einfach masslos eingekauft ohne Rücksicht auf die Anderen zu nehmen. So etwas ist doch das Letzte. Warum macht man sich darüber keine Gedanken?

Zum Beispiel eine Omi, die sich vielleicht noch kurz vor Ladenschluss etwas zu Essen kaufen möchte und plötzlich vor einem leeren Regal steht?

Es herrscht an vielen Orten einfach nur noch der pure Egoismus.

Was mich ebenfalls beschäftigt in dieser Zeit sind Menschen, denen es in der «Quarantäne» so langweilig wird, dass sie sich sogar Gedanken machen, sich ein Haustier anzuschaffen. Ich frage mich aber, wenn dann die Ferien wieder vor der Tür stehen, ob sie die ganze Verantwortung weiterhin übernehmen oder ob das arme Tier dann einfach wieder abgegeben oder im schlimmsten Fall ausgesetzt wird. Auch die Angst, dass das eigene Haustier dieses Virus haben könnte. Ist das wirklich ein Grund, sein eigenes Haustier wegzugeben?

Solche Nachrichten machen mich echt wütend.

Dann diese ganzen Theorien über dieses Virus. Ich habe öfters das Gefühl, dass unser System möchte, dass wir nicht mehr eigenständig denken, uns von unseren Liebsten abkapseln, um im besten Fall manipulativ und mundtot gemacht zu werden. Da kam ja Corona irgendwie genau richtig, denn:

Brave Schäfchen die der Herde lautlos folgen, kann man ohne Probleme führen. Oder nicht?

Was sind eure Ansichten zu Corona und deren Auswirkungen oder wie kommt euch das Ganze so vor? Hinterlasst mir doch einen Kommentar, würde mich sehr darüber freuen.

Energie-Vampire

So nenne ich Menschen, die andere Menschen müde machen. Das können auch herzallerliebste Menschen sein, doch sie tragen diese dunkle Wolke (so nenne ich diese schwere, negative Energie) mit sich herum und übertragen sie auf ihr Gegenüber.

Personen, die alles düster sehen und düster denken, weil sie mit ihrer momentanen Situation im Leben nicht klarkommen. Ihr Lächeln haben sie längst vergessen und sie drehen sich immer und immer wieder im Kreis. Erzählen dir auch immer dieselben Geschichten. Sie könnten ihre Situation zwar ändern, mit ein bisschen Mut, doch bei ihnen scheint alles hoffnungslos zu sein.

Es gab eine Zeit, in der ich mich von zwei Menschen distanzieren musste. Das tat mir total leid, denn beide mochte ich sehr gut. Immer noch, aber ich konnte diese schwere Energie nicht mehr ertragen. Jedes Mal, auch wenn es nur ein Gespräch am Telefon war, ich war danach nur noch müde und ausgelaugt, als hätte mir irgendein Monster die gesamte Kraft entzogen.

Ich bin ein hilfsbereiter Mensch und mit dieser abrupten Distanzierung kam ich mir vor, wie der letzte Arsch, doch ich wollte nicht mehr. Dann kam mir dieser Satz von einer Freundin in den Sinn. «Wie kann man den Menschen helfen, wenn es einem selbst immer schlechter geht. Schau zu, dass du zu Kräften kommst. Erst dann bist du auch wieder in der Lage zu helfen, vorher nicht».

Jeder hat sein Leben in der Hand. Wir müssen manchmal Entscheidungen treffen, damit wir im Leben vorankommen. Doch bei diesen Menschen redete ich an eine Wand. Ich versuchte Lösungen zu finden, wie man ihnen helfen konnte. Ich versuchte sie zu motivieren, dass sie es schaffen, wenn sie es wirklich wollten. Doch ich hatte keine Chance, dafür aber einen gewaltigen Mindfuck am Abend und öfters Kopfschmerzen. Ich zerbrach mir meinen Kopf für Menschen, die mit ihrem Leben nicht zufrieden waren und die am Schluss doch nie etwas ändern wollten.

Einerseits taten sie mir leid, andererseits machten sie mich wütend oder eben auch traurig, denn man merkte, man konnte ihnen einfach nicht helfen.

Der Mensch muss und kann sich nur selbst helfen. Das Gefühl aber, als hätte ich sie im Stich gelassen, beschäftigte mich dennoch.

Ich fragte mich auch oft, warum hilfst du allen Anderen und dir selber nicht? Diese Zeit, in denen ich jemandem stundenlang zuhörte und versuchte, nach Wegen zu suchen, zu helfen, raubte mir meine ganze Energie. Deswegen nenne ich sie Energie-Vampire und ich hoffe, dass sie sich eines Tages aus dieser endlos traurigen Spirale befreien können.

Was denkt ihr über Energie-Vampire? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Schreibt mir doch im Kommentar, wie ihr über dieses Thema denkt 😊

Schicksal und die Universums Wünsche

Ich glaube nicht an Zufälle. Ich glaube eher, dass alles was in unserem Leben passiert, irgendeinen Sinn hat. Welchen, erfährt man vielleicht erst nach einiger Zeit oder einigen Jahren, vielleicht aber auch gar nie.

Es war kein Zufall, dass ich damals mit meinem Ex Freund nach Indien ging. Das hatte einen Grund, denn, wäre ich nie nach Indien mitgegangen, hätte ich später nie den Vater meiner Tochter kennengelernt und somit wäre meine Tochter auch nie auf diese Welt gekommen. Ich musste also dahin. Das nenn ich nicht einen plumpen Zufall, sondern eher Schicksal.

Gewisse Dinge im Leben müssen einfach geschehen, um dich weiterzubringen, dich irgendwie zu bereichern oder dich auch einfach nur zu lernen.

Dann gibt es da noch diese Wünsche. Wünsche, die man wohl formuliert ins Universum schicken kann. Dieses «Privileg», ganz ehrlich, möchte ich niemals mehr missen müssen. Es lebt sich einfacher damit. Es tut auch gut, sich mit dem Universum zusammen zutun. Denn, wieso sollen unsere Wünsche nicht in Erfüllung gehen? Ich denke, umso mehr man positiv denkt, umso mehr zieht man positives an. Leider sind auch die negativen Gedanken sehr kraftvoll und können einem das Leben manchmal echt schwer machen. Unwissend vielleicht, schwört man das Negative herauf mit blossen Gedanken oder zieht es an . Also Achtung mit all den negativen Gedanken.

Zu den Wünschen muss ich sagen, das hatte damals angefangen, als ich mich auf einer Social Media Seite bewegte. Ich schaute mir die Posts an und stiess dann plötzlich auf den einen Post. Dieser Post, so könnte man sagen, war ebenfalls kein Zufall. Der suchte und der fand mich und dass in einer (welch ein Wunder) für mich schwierigen Zeit. Das ging wie von Zauberhand! Da war nämlich eine Dame, die ein bestimmtes Buch suchte. Ich glaube das hiess «Bestellungen ans Universum» von Bärbel Mohr. Ich fand den Titel dieses Buches unheimlich spannend und anziehend und darum suchte ich im Netz danach. Ich fand es, bestellte es und las es. Ich war total begeistert. Bestellungen ans Universum zu senden, so viel man wollte und die noch in Erfüllung gehen sollten? Ich fand diesen Gedanken toll. Jedoch hatte ich anfangs einige Zweifel, ob die auch wirklich in Erfüllung gehen würden.

Wenn nicht, lag das meistens an der Formulierung, aber lest das Buch selber. Es ist sehr empfehlenswert. Ich jedenfalls habe immer wieder Bestellungen, die immer wieder in Erfüllung gehen.

Ich denke oft im Leben, warum gewisse Dinge geschehen, wie z.B. jemanden zu verlieren, den man gerne hatte. Manchmal ist es echt ungerecht, doch so ist das Leben und dieses Leben ist nun mal begrenzt. Diese Person, so denke ich, hatte alles erreicht, was er in seinem Leben erreichen musste. Man kann dankbar sein, dass man diesen Menschen kennengelernt durfte, wie auch für die Erinnerungen an ihn.

Wenn ich jetzt noch weiter gehen würde, würde ich sagen, dass wenn wir sterben, wir jedes Mal wieder dieselben Menschen um uns herum haben , nur das sich die Form wechselt. Das heisst, meine Mutter ist dann im nächsten Leben vielleicht mein Kind und mein Vater wäre mein Bruder und die Tante vielleicht sogar mein Mann. Könnte ja sein? Auch da glaube ich nicht an Zufälle, denn warum spürt man bei der Familie oder bei einem Freund / einer Freundin diese grosse Anziehung oder diese tiefe Vertrautheit? So, als würde man sich schon ewig kennen?

Nun, das sind Themen über die ich stundenlang philosophieren könnte 😊 Was ist mit euch? Philosophiert ihr ebenfalls gerne? Schreibt mir doch im Kommentar eure Meinung.