Die berühmt, berüchtigten Morgenseiten

Ich weiss noch, als ich damals mit einem Freund chattete und er mir ein ganz bestimmtes Buch empfohlen hatte. Es sollte mir helfen, meinen Traum wahr werden zu lassen. Dieses Buch hiess «Der Weg des Künstlers» von Julia Cameron.

Ich bin ihm heute noch dankbar, denn durch dieses Buch entstanden meine eigenen Bücher. Mein Traum vom Schreiben konnte ich mir damit endlich erfüllen.

«Der Weg des Künstlers» ist ein überaus bemerkenswertes Buch. Ein Buch, dass dir in 12 Wochen dein Innerstes zeigt und deine künstlerischen Blockaden, Zweifel und Ängste verschwinden lässt.

Julia Cameron ist eine sehr erfolgreiche Seminarleiterin und bringt die Menschen dazu, sich künstlerisch zu entfalten. Sie ist mein absoluter Favorit und ich bin froh, dass ihr Buch den Weg zu mir gefunden hatte.

Was zu einem täglichen Ritual wurde, waren die Morgenseiten, die Julia Cameron ebenso in ihrem Buch erwähnte. Man schreibt sich gleich nach dem Aufstehen etwa 30 Minuten lang drei A4 Blätter von der Seele. Es spielt dabei keine Rolle was man schreibt, doch man sollte sie am besten mit dem Stift schreiben. Ohne jegliche Zensur, einfach drauflos schreiben über all das, was früh morgens gerade in deinem Kopf abgeht. Vielleicht hast du ein Problem und regst dich immer noch darüber auf oder vielleicht ärgerst du dich über eine bestimmte Person oder vielleicht bist du verliebt oder schwelgst in Erinnerungen. Vollkommen egal, Hauptsache du schreibst diese drei Seiten jeden Morgen ohne Unterbruch und ohne nachzudenken. Du brauchst dir auch überhaupt keine Sorgen über die Schreibfehler zu machen oder ob deine Schrift schön genug ist. Es geht wirklich nur darum, deinen Kopf frei zu bekommen, um frei und gelöst in den Tag zu starten. Das ist der Sinn und Zweck dieser Morgenseiten.

Schreib frei Schnauze, auch wenn es unanständig ist, du darfst deinen Emotionen freien Lauf lassen. Wenn du dich z.B. über deinen Chef ärgerst, dann lass es auf dem Papier raus. Du wirst sehen, der Chef kann dich danach nicht mehr so schnell auf die Palme bringen.

Du denkst nach diesen Morgenseiten ganz anders, viel frischer und findest schneller eine Lösung zum jeweiligen Problem. Dieses Notizbuch oder Heft mit den Morgenseiten bewahrst du dann an einem Ort auf, an dem keiner Zugang dazu hat. Das ermöglicht einem, sich alles frei von der Leber zu schreiben.

Dieses Buch und auch all die anderen Bücher von Julia Cameron kann ich jedem wärmstens ans Herz legen. Sie eröffnen dir ganz viele neue Wege und helfen dir vielleicht sogar dabei, einen grossen Traum zu verwirklichen.

Wer kennt es, das Buch «Der Weg des Künstlers»? … und was sagt ihr zum Thema Morgenseiten? Hinterlasst mir doch einen Kommentar, ich würde mich sehr darüber freuen 😊

Schreibblockaden sind so verdammt jämmerlich!

Es verging über ein Jahr, in dem ich nicht mal mehr in der Lage war, mich einfach nur mit Stift und Papier hinzusetzen. Ich wollte, aber es ging nicht. Es wäre ja eigentlich ganz einfach. Ein Stuhl, ein Tisch oder ein Seeufer, ein Restaurant oder eine Bar, dann ein Notizheft und einen Stift. Man kann ja überall schreiben, wenn es persönlich passt. Doch es ging plötzlich gar nichts mehr. Ich hatte zwar Ideen, aber auch den Druck, meine zwei selbstgeschriebenen Bücher fertigzustellen. Zudem war ich gesundheitlich noch etwas angeschlagen.

Es war ein komisches Gefühl, denn die Lust, die war immer da. Doch irgendetwas blockierte mich (?!)

Ich überlegte mir oft, warum es einfach nicht mehr ging und warum ich noch nicht mal mehr dichten konnte. Es machte mir Angst, denn das Schreiben ist für mich wie ein Lebenselixier. Egal wieviel Stress ich im Leben hatte, wenn ich schreiben konnte, war alles halb so wild. Auch in guten Zeiten konnte ich mir nie das Schreiben wegdenken. Denn das war ich, in meinem Element. Egal wo man mich sah, im Bus, im Flugzeug, in Goa, bei uns am See, in der Badi, auf dem Balkon oder auch in irgendwelchen Kneipen. Mein Notizbuch war stets dabei und begleitete mich überall hin, doch das hörte auf einmal auf.

Da sass ich nun, deprimiert und irgendwie Fehl am Platz. Ich fand mich langsam mit dem Gedanken ab, dass das Schreiben vielleicht gar nicht mehr mein Talent war und liess es für eine ganze Weile bleiben.

Jetzt in den letzten Wochen, es kribbelte immer mehr in meinen Fingern, kam mir auf einmal die Idee, einen Blog zu eröffnen. Das könnte der Schlüssel sein, meiner Blockade endlich einen fetten Strich durch die Rechnung zu machen, um mich dann wieder ganz aufs Schreiben zu konzentrieren. Wieder in den Fluss zu kommen und siehe da, es klappte endlich, nach so vielen Monaten.

Besonders in den letzten Tagen schrieb ich einen Bericht nach dem anderen und es fühlte sich wahnsinnig gut an, denn durch das, dass mein Blog keine bestimmte Nische hat, kann ich über jedes x beliebige Thema schreiben. Ob es dann die Menschen tatsächlich lesen wollen, sei dahingestellt, aber es hilft mir enorm. Es macht mich glücklich, über all die verschiedenen Dinge im Leben zu schreiben. Natürlich würde es mich ebenfalls glücklich machen, wenn ich die Menschen mit meinen Beiträgen in den Bann ziehen könnte, auf meine eigene, authentische Art und Weise.

Wer kennt sie auch, diese fiesen Blockaden? Wer steckt noch drin oder wer konnte sie lösen und vor Allem wie? Schreibt mir doch eure Erfahrung im Kommentar, ich würde mich sehr darüber freuen 😊

Wenn dich Ängste und Zweifel daran hindern, glücklich und frei zu leben

Das kennt wahrscheinlich jeder von uns. Man möchte etwas wagen und bekommt plötzlich Zweifel, ob das, was man tun möchte, richtig ist. Ich wollte schon lange einen eigenen Blog schreiben, ihn unter meinem richtigen Namen veröffentlichen. Doch mein ständiger Begleiter war die Angst, der Zweifel, dass mein Blog der totale Reinfall wird und ich mich öffentlich an den Pranger stellen würde. Durch meine länger andauernde Schreibblockade wurde mir aber bewusst, dass ich unbedingt etwas ändern muss, um nicht noch weiter unter meinem Schreibentzug zu leiden. Ursprünglich wollte ich nämlich den Blog anonym veröffentlichen, doch dies änderte sich schlagartig im Aufbau des ganzen Projekts. Plötzlich bekam ich ein komisches Gefühl, einen gewaltigen Gedankenstoss, es doch nicht anonym aufziehen zu wollen, sondern dazu zu stehen. Ich stellte mich also gegen die Angst, wagte es und nahm meinen ganzen Mut zusammen. Ich dachte mir, wenn ich in meinem Leben wieder denselben Weg einschlage, der Sache aus dem Weg zu gehen, dann kommt sowieso Alles wieder zum Erliegen. Es würde nichts passieren oder vorangehen. Ich würde wieder mitten auf meinem Weg stehen bleiben. Keine Veränderungen, keine neuen Chancen, keine Freiheit, sondern nur Zweifel und Ängste. Ich machte mir auch viele Gedanken über meinen allerersten Post und dieser scheint es nun doch zu sein, denn egal was kommt, es ist eine Erfahrung wert. Ausserdem lernt man immer wieder etwas daraus und es wird auch nie alles vergebens gewesen sein. Denn wie kann man etwas lernen und seine Erfahrungen machen, wenn man den neuen Schritt nicht wagt? Geht ja gar nicht. Ich lasse mich ungern von Ängsten und Zweifeln leiten. Ich mag auch überhaupt keine Vorschriften, wie ich mein Leben zu leben habe und das können Ängste und Zweifel sehr gut, dich an deinen Träumen hindern, dich hindern dein Leben zu leben und auch Neues auszuprobieren. Deswegen sage ich:

Keine Macht den Ängsten! Keine Macht den Zweifeln!

Ich springe nun ins kalte Wasser und ihr seit live dabei. Doch eine innere Stimme sagt mir und das beruhigt mich ungemein, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Wohin er mich führt, weiss ich nicht, doch das Leben ist so oder so spannend. Ausserdem bin ich gespannt, wie die Blog-Reaktionen sind.

Welche Zweifel und Ängste hindern eigentlich euch im Leben und was tut ihr, um sie zu beseitigen?

Ich weiss nur, jemand der Höhenangst hat, der muss in die Höhe, um diese Angst zu besiegen. Die Angst oder die Zweifel dabei einen Blog zu schreiben kann nur verschwinden, wenn man diesen Blog schreibt, also tue ich es. Falls es ein Desaster wird, (lege ich jegliche Haftung ab, nein Quatsch..) sammelte ich doch einige Erfahrungen. Ich sehe es positiv und hoffe, dass ich einige Menschen mit meinem Blog erreichen, unterhalten oder auch zum Nachdenken bringen kann.