Die Kinderbuch Magie

Mein erstes Kinderbuch entstand aus einer «Gute-Nacht-Geschichte», die ich auf Wunsch von meiner Tochter immer und immer wieder erzählen sollte. Entweder ihr allein oder ihrem Cousin oder ihren Freunden und so kam mir mit der Zeit der Gedanke, warum schreibe ich die Kindergeschichte nicht einfach auf und mache ein Buch daraus?

Ich packte mir also bei der nächstbesten Gelegenheit das Notizheft und machte mich auf den Weg in die Kneipe. Da fing ich an zu schreiben. Zu Hause tippte ich dann alles in meinem Computer ab und feilte an der ganzen Geschichte herum. Solange, bis sie sich für mich gut anhörte. Ich gab das Manuskript meinem ehemaligen Deutschlehrer, der die Geschichte korrigierte und sie mir danach wieder schmunzelnd zurückgab. Heute weiss ich, warum er geschmunzelt hatte, denn keine Ahnung, wie ich auf eine solche Geschichte kam. Ich saugte sie mir irgendwie aus den Fingern, weil es Kinder in unserem Umfeld gab, die andere Kinder immer wieder mal schlugen oder mobbten.

Der Böölimann halt, der eigentlich ein ganz lieber Kerl war und den man aber zum «bösen Mann» verurteilte, weil er nicht so war, wie ein 0815 Typ auf der Strasse. Der Part mit Böölimann’s Zehennägel brachte meinen Lehrer wahrscheinlich zum Schmunzeln, denn wer kommt schon auf solch verrückte Ideen…

Das tolle an den Kindergeschichten ist doch, dass man eine wichtige Lektion hübsch in einem Buch verpacken kann. Das die Kinder auf eine bildliche, schöne Art und Weise lernen können, was wichtig ist im Leben. Du kannst sie in eine farbige Welt führen, sie träumen lassen, damit glücklich machen oder auch nur trösten.

Ich schrieb ja meine zweite Kindergeschichte wegen meiner Tochter, die immer wieder mal traurig war, weil sie ihren Papa vermisste. Sie hatte zwar nie die Möglichkeit zu seiner Lebzeit ihn noch kennenzulernen, aber sie bekam mit, wie die anderen Kinder einen Vater hatten, der mit ihnen spielte und einfach Zeit verbrachte. Deswegen erfand ich die Regenbogenlibelle Snooky. Diese Geschichte sollte ihr Trost in ihren traurigen Zeiten bringen und was soll ich sagen, es funktionierte. Natürlich nur solange, bis sie älter wurde und auch nicht mehr an den Nikolaus, den Osterhasen oder an die Zahnfee glaubte.

Auch ich als Kind liebte Geschichten. Als ich älter wurde, las ich ganz viele Bücher, denn es war die Magie, die mich fesselte, wenn ich ein Buch in der Hand hielt. Ich war meistens wie gebannt in den Geschichten.

Von Anfang an waren Bücher für mich die wertvollsten Schätze. Auch die verschiedenen, einzigartigen Tage -und Notizbücher, in denen ich meine Phantasien walten lassen oder Tagträumereien und Gedichte schreiben konnte. Heute noch, vor Allem Notizbücher. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich wieder zu einem neuen, wunderschönen Exemplar komme. Ich besitze eine ganze Sammlung davon. Auch die Bücher, die ich bis heute gesammelt und gelesen habe, zieren unser Wohnzimmer. Natürlich habe ich noch lange nicht alle Bücher gelesen. Sie warten, sie laufen ja nicht davon und plötzlich, wenn ich wieder Lust habe zu lesen, schnappe ich mir eines aus unserem Regal. 😉

Ich habe wieder ein Kinderbuch geschrieben, das allerdings noch nicht veröffentlicht wurde. Ich möchte an den Bildern arbeiten, das heisst, wieder selbst zeichnen. Dieses Mal sollen die Zeichnungen aber um einiges besser werden, als bei meinen ersten zwei Kinderbüchern.

Ich dachte mir erst einen Illustrator zu suchen, aber so stimmt es für mich irgendwie doch wieder nicht, denn dann ist es ja nicht nur mein eigenes Werk.

Wie seht ihr das, was habt ihr für einen Bezug zu Kinderbüchern oder allgemein zu Büchern? Schreibt ihr selber auch, was waren eure Erfahrungen?

2 Antworten auf „Die Kinderbuch Magie“

  1. Ilona, ich findi die Büechli schön. Mit Liebi gmacht. Bi scho uf dis neuschte Wärch gspannt.
    Und ja, villicht gids jo mol eis vo mir….mer weis nüd gnaus 😉
    Gang du din Wäg witer, das chund guet.

Kommentar verfassen