Die Meersucht

Ich ertappe mich oft beim Träumen. Ständig bin ich in Gedanken ganz weit fort. Als mich einmal ein lieber Freund gefragt hatte, wann ich denn wieder zurück nach Indien komme, antwortete ich, dass ich ja schon lange dort bin. Gedanklich jedenfalls, nur mein Körper, der steckt hier noch irgendwie fest.

In der Schweiz geboren, mit Seen und vielen Bergen, aber eben mit keinem Meer. Ich bin im Sternzeichen Krebs, also Element Wasser. Vielleicht suche ich deswegen immer nach dem Meer und träume davon, barfuss, losgelöst im Sand herumzutapsen, die wunderschönen Sonnenuntergänge zu bestaunen oder einfach nur dem Rauschen des Meeres zuzuhören. Ich habe Sehnsucht, Meersucht nenne ich sowas.

In Indien war ich ständig an den Stränden, hatte den Wind in den Haaren, liebte diese frische Luft, es tat einfach gut. In meinen Träumen stelle ich mir oft vor, irgendwo am Strand mit meiner Tochter, eine kleine Hütte zu haben. Mit einer kleinen Veranda, auf der ich jeden Tag schreiben oder malen kann. Ein Hund, mit dem wir die Strände auf und ab spazieren können, herumtollen oder uns einfach an seiner Anwesenheit erfreuen. Heisst ja nicht umsonst, der Hund ist der beste Freund des Menschen 😉

Ich sehe uns dort, immer und immer wieder. Eine Vision, die eigentlich schon lange die Realität sein könnte, so oft wie sie in meinen Gedanken erscheint.

Das Beste ist aber, ich weiss schon immer, wir würden in Zukunft dort sein und mittlerweile ist es echt spannend, wie sich die Dinge im Leben, auch die Dinge der Vergangenheit, sich plötzlich für die Zukunft fügen. Wie Puzzle Teile, die man zu einem Bild zusammenzaubert.

Ich höre immer wieder von verschiedenen Menschen, die Probleme hatten im Leben. Sie wollten dieser Situation, diesem Lebensabschnitt entkommen. Sie wollten nicht mehr so weitermachen wie bisher und all diese Menschen erzählten mir immer dasselbe, wie sie es sich vorstellten.

Sie stellten sich die Lösung so bildlich in ihren Gedanken vor, dass sie das Gefühl hatten, sie seien schon in diesem neuen Lebensabschnitt. Wie ein Urvertrauen, dass Alles gut kommt. Es vergingen Monate, manchmal auch Jahre, doch wenn ich diese Menschen heute wieder antreffe, sehe ich, dass sie es geschafft haben. Durch ihre Visionen, ihre Kraft, etwas im Leben zu verändern. Allein diese Vorstellungskraft hat sie dazu getrieben, neue Schritte zu gehen, neue Wege und das beeindruckt mich immer wieder und lässt mir auch die Hoffnung, meine Ziele ebenfalls zu erreichen.

Irgendwann mal, mit meinem Urvertrauen, mit meinen Talenten, werde ich mir meinen Traum vom Meer verwirklichen und ich bin gespannt, wie lange dies wohl noch dauern wird. Doch alles was ich mache, wird nie vergebens sein. Überall finde ich wieder etwas Positives, das ich für mich nutzen kann, für mein Puzzle, dass mich weiterbringt, weiter zum eigentlichen Ziel.

So, sagt mal, ist es nicht so? Wie denkt ihr darüber, rede ich Stuss oder verbirgt sich im Bericht doch noch ein Fünkchen Wahrheit? Ich bin gespannt auf eure Ansichten zu den Visionen.