Beratungsresistente Ignoranten, kurz gesagt: Tierquäler, Idioten, Abschaum

Ein Thema was mich immer wieder beschäftigt und zum Teil auch wahnsinnig wütend, wie auch traurig macht ist, dass sich einige Menschen ein Haustier anschaffen möchten und sich dann einen Dreck um eine artgerechte Haltung scheren. Ich meine, für was möchte diese Art von Menschen überhaupt ein Haustier halten, wenn dieses dann sein Leben lang nur vor sich hinvegetieren muss? Nennt sich sowas etwa Tierliebe?

Ich finde, bevor man sich ein Haustier anschafft, sollte dies gut überlegt sein. Man sollte sich in Ruhe Informationen zum jeweiligen Haustier beschaffen und das braucht Zeit, aber wieso investiert man diese Zeit nicht gerne? Man freut sich doch darauf und möchte, dass es seinem Haustier an nichts fehlt? Was braucht dieses Tier und was sind seine Bedürfnisse? Wie viel Platz nimmt es ein, habe ich überhaupt genügend Platz in der Wohnung? Genügend Zeit? Was frisst es denn und woher bekomme ich artgerechtes Futter? Wenn das Haustier ein Gehege braucht, wie gross müsste es sein, damit das Tier ein glückliches Leben führen könnte? Wie gross müsste das Rudel sein oder ist es vielleicht ein Einzelgänger? Wie sieht es mit der Einrichtung aus?

Dazu muss ich jetzt aber doch noch kurz sagen: Ja, auch ich finde, dass Tiere nicht in Käfige gehören, denn wer möchte schon sein ganzes Leben lang eingesperrt sein? Nun, ich denke, so lange der Tierverkauf in den Läden noch immer stattfindet, solange es keine Gesetze dafür gibt, dass der Lebendverkauf verboten wird, werden die Tiere weiterhin verkauft und in Käfigen gehalten, wie auch weiter vermehrt werden. Es wird nie ein Ende nehmen und die meisten Tiere sind gezüchtet, somit würden sie draussen auch kaum Überlebenschancen haben. Es ist traurig.

Warum denn gerade wir zwei Goldies zu Hause halten, fragt ihr euch jetzt bestimmt? Wir unterstützen beide keinen Tierverkauf im Laden, dazu später aber mehr in einem anderen Post. Mein Kind und ich haben es uns zur Aufgabe gemacht, Tiere in Not zu adoptieren. Die Tiere auf den Pflegestellen suchen nämlich genauso ein Zuhause. Tiere, die aus misslichen Lagen gerettet wurden oder die einfach nicht mehr gewollt waren. Vielleicht wird der Lebendverkauf einmal gestoppt werden, so dass alle Tiere frei leben dürfen und es strafbar sein wird, danach noch ein Haustier zu halten. Da wir beide mit Tieren aufgewachsen sind, würde es uns natürlich sehr fehlen, aber wenn die Tiere endlich ihre Freiheit erlangen könnten, würden wir dem natürlich zuletzt im Wege stehen. Bis dahin adoptieren wir weiterhin Notfellchen, die ein Zuhause suchen.

Ein Haustier zu haben bedeutet Verantwortung und die muss man übernehmen. Man verpflichtet sich, wenn man ein Tier in Obhut nimmt, diesem Tier gerecht zu werden, mit ihm zum Tierarzt zu gehen, wenn ihm etwas fehlt und es artgerecht zu halten. Oft fragen sich auch gewisse Menschen, wieso gerade ihr Haustier Dinge tut, die ihnen so gar nicht gefallen. (z.B. beissen, sich die ganze Zeit verstecken, demonstrativ in den Schuh pinkeln usw.) Dass liegt meistens entweder an der Vergangenheit, die vielleicht sehr schlimm war für das Tier oder eben, weil ihm etwas fehlt in der Haltung. Jedes Tier hat andere Bedürfnisse, wie auch jedes Tier seinen eigenen Charakter hat.

Nun, ich stehe zu meinem Titel in diesem Post. Er ist provokativ, aber es muss jetzt einfach mal raus. Es gibt nämlich tatsächlich Menschen, die man im Leben antrifft, deren Tierhaltung katastrophal ist. Wenn man sie dann höflich darauf anspricht (und das braucht manchmal extrem viel
Fingerspitzengefühl, damit sich solche Menschen nicht angegriffen fühlen), wird man im schlimmsten Fall dumm angemacht. «Es ist doch nur ein Tier, ach übertreibe doch nicht». Eben, ein Tier, ein Lebewesen, dass genauso Gefühle und Bedürfnisse hat wie wir. So kann man schlussendlich nur noch hoffen, dem Tier zuliebe, dass diese Menschen danach über die gut gemeinten Worte nachdenken werden. Das etwas bei ihnen hängen bleibt und sie es dann vielleicht im Nachhinein doch noch verbessern werden. Es gibt aber zum Glück auch gute Menschen und auf die kommt es an, die nicht beratungsresistent sind und verstehen, wenn man sie auf ihre Fehler aufmerksam macht. Die Tipps werden auch dankend angenommen und umgesetzt. Vielleicht wurden diese Menschen vorher falsch beraten, sowas kommt unheimlich oft vor. So macht ein Gespräch über ihre Haustierhaltung sehr viel Sinn. Denn somit kann wieder einem tierischen Wesen mehr, zu einem schöneren Leben verholfen werden.

Nun, wie denkt ihr darüber, auch über diesen Post? Eure Meinung würde mich sehr interessieren.