Rassismus ist zum kotzen!

Hatten wir uns als Kinder früher je Gedanken darüber gemacht oder geurteilt, wer unser Gegenüber ist, mit dem wir spielten? Ich glaube nicht. Ich jedenfalls nicht. Im Gegenteil, das war doch das Interessante daran, wenn jemand von woanders kam.

Ich erinnere mich noch ganz genau, als ich zu meiner damaligen türkischen Freundin nach Hause durfte. Diese anders riechenden Düfte, die aus ihrer Küche kamen, war sehr faszinierend für mich. Ihre Mutter stand singend in der Küche und backte haufenweise Fladenbrote, die waren der Hammer, vor Allem, als sie noch warm waren. Wir durften so viel futtern wie wir wollten und das war ein unvergesslich tolles Erlebnis. Draussen zeigte mir meine Freundin ein Spiel, dazu brauchten wir nur kleine Kieselsteine. Wir hatten so viele schöne Momente zusammen und ich hätte diese türkische Familie nie verurteilen können, nur weil sie aus einem anderen Land kamen oder eine andere Hautfarbe hatten.  

Warum muss man die Menschen immer und immer wieder verurteilen? Auch diese Nachricht heute zum Beispiel, als der Nationalrat hier in der Schweiz für die Ehe der Gleichgeschlechtlichen zugestimmt hatte. Warum denn nicht? Was ist so verkehrt daran? Wer nahm sich überhaupt je das Recht, solche bescheuerten Gesetze ins Leben zu rufen? Warum dürfen sie nicht heiraten und Kinder kriegen? Wer sagt denn, dass sie nicht auch gute Eltern sind?

Nur weil es nicht als «Normal» gilt und der Mensch irgendwo Angst davor hat, muss man doch nicht auf solche Art und Weise reagieren. Man muss nicht morden, ausnutzen, versklaven oder jemanden wie der letzte Dreck behandeln, man sollte es akzeptieren.

Haben wir denn nicht schon genug Gewalt und Kriege auf dieser Welt? Kann man es nicht einfach mal sein lassen und auf der friedlichen Schiene fahren? Warum ist das Böse so stark? Das Gute hat genauso diese Kraft und es wäre eigentlich ganz einfach, doch das Schlechte ist halt noch einfacher. Wenn wir eine Welt wollen, in der es funktioniert, dann akzeptiert das Gegenüber. Behandelt die Menschen so, wie ihr auch gerne behandelt werden möchtet und nicht anders.

Meine Meinung mag hier nicht jedem Menschen gefallen, doch ich nehme mir diese Freiheit zu sagen, dass es echt langsam genug ist. Probleme zu erschaffen, wo es keine geben müsste, ist einfach nur bescheuert. Ausserdem macht man sich nur selbst das Leben schwer. Stress führt zur Krankheit und Krankheit kann zum Tode führen, also bitte…

…und noch etwas zum Schluss, wenn man sich rassistisch aufführt, dann nehme ich mal schwer an, dass man seine Finger auch von ausländischen Speisen und Köstlichkeiten lässt..

Hashtag: Meinungsfreiheit, Toleranz

Wo zum Teufel ist diese Toleranz hin? Mobbing und ihre Auswirkung

Diese Frage stelle ich mir oft, denn man braucht sich nur umzusehen. Egal ob im echten oder auch im virtuellen Leben.

Mobbing, fast überall wo man hinschaut und das fängt sogar schon in der Grundschule an.

Ein lebensfrohes Kind, das auf einmal tottraurig nach Hause kommt und sagt, dass es nicht mehr zur Schule gehen will. Hat es eine Brille auf, wird es als Streber bezeichnet, ausgelacht oder sogar fies angemacht. Egal was das Kind anzieht, es ist einfach nicht gut genug. Dann die vielen Probleme die keine Probleme sein müssten! Der Pulli zu grün, die Schuhe zu neu, die Frisur zu kurz, die Nase zu schief, die Ohren zu abstehend, der Name nicht passend, die Grösse zu klein und die schwarze Lederjacke zu cool.

Solche Momente prägen, egal ob jung oder alt.

Warum kann man nicht tolerant sein? Ist das nicht eines der wichtigsten Dinge, die Eltern ihren Kindern schon früh beibringen müssten?

Kinder untereinander können grausam sein. Eine kleine, wachsende Seele, die nur so vor Energie sprüht, wird zunichte gemacht. Einerseits sage ich mir, ein Kind, dass solche Strapazen, solch ein trauriges Leid schon sehr früh in seinem kurzen Leben kennenlernen musste, lässt sich später wohl, wenn es erwachsen ist, nicht mehr so leicht verarschen. Das Positive aus dem Negativen ziehen!

Das könnte doch jedem ganz einfach erspart bleiben, würde man sich nur gegenseitig tolerieren. Ohne diese Toleranz gäbe es doch nur noch Krieg -oder nicht? Haben wir davon nicht schon genug auf dieser Welt?

Ich finde es so schade, denn jeder Mensch ist einzigartig. Man sollte ihn so akzeptieren, wie er ist.

Was aber das Schlimmste ist und dieser Satz finde ich (Entschuldigung) einfach nur zum Kotzen: Kleider machen Leute. Nein, sage ich! Kleider machen eben keine Leute.

Warum sollte ein Mensch mehr Wert haben mit z.B. einer Markenkleidung? Dieser dämliche Satz ist schon so in unseren Köpfen verankert, dass ein Teil der Masse wirklich daran glaubt, dass dieser Satz einer Weisheit entspringt.

Der Mensch kann auch in hundsgewöhnlichen Klamotten das Herz am richtigen Fleck haben. Er kann genauso viel auf der Arbeit geben, wie jemand, der Markenklamotten anzieht. Jeder hat doch seinen individuellen Style. Jeder soll tragen dürfen, was er tragen möchte. Denn nur, wenn man sich wohlfühlt, kann man ganz sich selbst sein. Was ist denn daran verkehrt?

Dann, jeder Mensch ist anders, im Aussehen vom Körper her. Der Eine füllig, der Andere eher schmal. Ob die Nase nun kurz oder lang ist, schief oder flach gedrückt, kommt es wirklich darauf an, wie man aussieht?

Hat es nicht jeder Mensch verdient, so geliebt zu werden wie er ist? Man muss doch den Menschen selbst, kennenlernen, so wie er ist.

Genau das Gleiche mit: «Ach, das ist ein totaler Vollpfosten, mit dem würde ich mich nicht abgeben». Wenn man diese Person nicht kennt und man aber sowas über diese Person hört, sollte man nicht einfach über diese Person urteilen, nur weil der Andere ein Problem mit dieser Person hat -oder liege ich da falsch? Man muss sich doch selbst ein Urteil oder eine Meinung über eine Person bilden, indem man sie selbst kennenlernt.

Ich wünschte mir, dass es im Leben viel mehr Toleranz gäbe. Vielleicht bin ich auch nur ein Träumer, aber so sehe ich es. Wie sieht es denn bei Euch aus, was denkt ihr darüber?